DIE ERDE - EINE GUTE WOHNUNG – ARCHITEKTONISCHE SYMPHONIE NACH BRUNO TAUT
DIE ERDE - EINE GUTE WOHNUNG
Eine architektonische Symphonie nach Bruno Taut
Regie: Ewan Forster & Christopher Heighes
07. bis 09. September

Das einzigartige Architektur-Schauspiel „Der Weltbaumeister“ von Bruno Taut – 1919 geschrieben, zu Lebzeiten des Architekten jedoch nie aufgeführt – bildet die Grundlage für „Die Erde - eine gute Wohnung“. Dieses Gemeinschaftsprojekt der in London lebenden Künstler Ewan Forster & Christopher Heighes mit den Filmemachern Tapio Snellman und Christian Grou ist eine Neuerarbeitung der architektonischen Vision Tauts. Ort für das Film- und Performance-Event unter freiem Himmel ist Tauts Meisterwerk, die Hufeisensiedlung in Berlin-Neukölln, die inzwischen auf der Anwärterliste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Taut entwarf sie als urbanes Amphitheater mit 96 Wohnungen und azurblauen Balkonen, die – wie in Erwartung bevorstehender Schauspiele – nach innen weisen.
„Die Erde – eine gute Wohnung“ ist das Ergebnis einer zweijährigen Recherchearbeit und umfasst Beiträge von Architekturhistorikern, Bewohnern und einem fünfköpfigen Performance-Ensemble. Forster & Heighes haben sich in den vergangenen 15 Jahren in der ortspezifischen Performance-Kunst einen Namen gemacht. Dieses Projekt ist ihre erste große Arbeit außerhalb Großbritanniens. Die Filmemacher Tapio Snellman und Christian Grou (neutral) gelten als führend in der digitalen Visualisierung des zeitgenössischen urbanen Raums.
Für „Die Erde eine gute Wohnung“ gestalten Forster & Heighes den zentrale Gartenbereich und den Teich der Anlage mit verschiedenen schwimmenden Elementen sowie Aufbauten und verwandeln das Hufeisen in einen sakralen Performance-Raum, um darin Tauts Schauspiel mit seinem „proletarischen Theater“ zusammenzuführen.
Mittels Filmeinspielungen und Performances beleuchtet „Die Erde eine gute Wohnung“ Tauts besondere Architekturphilosophie und gibt einen historischen Einblick in den Wandel der Hufeisensiedlung, von ihren Anfängen als Experiment einer visionären Wohnform bis zu ihrem gegenwärtigen Imagewechsel als Markt internationaler Immobilieninvestoren.

„Die Erde eine gute Wohnung“ – für den Zeitraum zwischen Dämmerung und Dunkelheit konzipiert – versteht sich als Hommage an die spirituelle Kraft, aus der die Hufeisensiedlung vor mehr als 75 Jahren geboren wurde.
Spielort ist die Hufeisensiedlung in Berlin-Neukölln, Höhe Fritz-Reuter-.Allee 46, U7 Parchimer Allee.

Eine Produktion des HAU, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds