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BUCHPRÄSENTATION: ÜBER DAS ZAUDERN – BARBARA GRONAU IM GESPÄCH MIT DEM AUTOR JOSEPH VOGL (im Foyer) |
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10. Dezember, 19.30 Uhr, HAU 1 Foyer
Ausgehend von Freuds „Moses des Michelangelo“ entwickelt Vogl nicht nur eine Theorie des Zauderns, sondern stellt ein veritables Zaudersystem vor. Das Zaudern als „Schatten des Handelns, sein ruinöser Gegenspieler“ tritt hier als kontrapunktischer Begleiter einer das Abendland prägenden Geschichte der Tat in Erscheinung. Das Zaudern ist dabei keineswegs als simple Suspension des Handelns zu begreifen, vielmehr markiert es die Schwelle zwischen Handeln und Nichthandeln, an der sich ein Zwischenraum reiner schöpferischer Potenz und Kontingenz auftut. Als Welthaltung, als Geste der Infragestellung werden das Zaudern und seine Pause schließlich zum Stützpunkt, zum Operationsfeld des Diskurses selbst. (Diaphanes, September 2007)
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