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EMMANUELLE HUYNH – A VIDA ENORME/ EPISODE 1 |
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26. und 27. März 2004
Choreografie: Emmanuelle Huynh, Paris „A Vida Enorme/ Episode 1“ der französischen Choreografin Emmanuelle Huynh besteht aus zwei Teilen, die wie ein Film konzipiert sind, bei dem Ton- und Bildspur getrennt voneinander aufgenommen wurden und auch getrennt abgespielt werden. Der erste Teil, die Tonspur, ist ein Dialog zwischen einer Frau und einem Mann, die in ihrem Gespräch Gedichte des portugiesischen Dichters Herberto Helder zitieren. Dabei wird der Pseudo-Realismus des Gesprächs (wir hören sie auf der Straße, im Café etc.) von Zeit zu Zeit abrupt von einem David-Bowie-Song unterbrochen: Heroes, just for one day.
 © Marc Domage
Im zweiten Teil treffen die beiden Protagonisten auf der Bühne zusammen. Die Intimität des Dialogs des ersten Teils wird hier abgelöst von einem langsamen Herantasten der Körper aneinander, wobei jeder der beiden seinem eigenen Weg folgt und sie sich nur ab und zu fast zufällig berühren. Sie tasten sich wie Blinde langsam vorwärts, bevor sie mit aller Wucht aufeinanderprallen. Emmanuelle Huynh gelingt in „A Vida Enorme“ durch die strenge Trennung von Bild- und Tonelementen das Paradox; eine vielschichtige Choreografie, in der sich die Poesie Herberto Helders mit David Bowies „Heroes“ und der kreatürlichen Schwere zweier Körper zu einer Erzählung über die Begegnung zweier Menschen verbinden.
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