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WARBURG'S MEMO – REGIE: LINDY ANNIS (in Englisch und Deutsch) |
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Premiere am 24. Oktober 2008, weiter Veranstaltungen am 25., 26. Oktober 2008 / 20.00 Uhr / HAU 3
 Mit herzlichem Dank an das Warburg-Haus Hamburg für das Überlassen des Bildmaterials
Leidschatz, Denkraum, Eilsiegbringitte, Bewegtes Beiwerk, Siegerpathos, Muskelrhetorik, Orgiastische Massenergriffenheit, Harmonikalisches System, Magna Mater, Wissenschaftlerei, Gute Nachbarschaft, Pathosformel, Mnemosyne.
Vom 24. bis 26. Oktober präsentiert Lindy Annis ihre neue Theater-Performance über Erinnerung und Pathos. Anhand der Arbeit des Kunsthistorikers Aby Warburg mit seinen Theorien zum ikonographischen Ausdruck in Bildern werden die Wurzeln der Körpersprache unserer Gesellschaft untersucht. Zusammen mit der Dramaturgin Antonia Baehr und dem Komponisten Nicholas Bussmann erprobt Lindy Annis die Rolle des eigenen Körpers als unbewusster Träger von Pathos und als Medium kultureller Erinnerung. Der Kunsthistoriker Aby Warburg (1866 - 1929), Erforscher der Ikonographie und Gründer der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek, stammte aus einer jüdischen Hamburger Bankiersfamilie. Der Bilderatlas Mnemosyne ist sein Hauptwerk. Ca. 70 schwarze Bildtafeln, auf die er Fotografien von Bildern heftete, wurden zu bestimmten Themen geordnet und in Folge immer wieder neu arrangiert, so dass neue Beziehungen und Bedeutungen entstehen konnten. Die Tafeln dienten den Vorträgen, die er im Lesesaal seiner Bibliothek veranstaltete. In ihnen machte er das Weiterleben der Antike in der europäischen Kultur anschaulich. In Warburg’s Memo werden die Bildtafeln zu Bildtafelstücken, und die Bibliothek wird zum Bühnenraum: Vortrag, Theaterspiel und räumliche Führung zeigen einen Weg durch Warburgs assoziatives Denken. Das Publikum bewegt sich durch den Warburgschen „Denkraum“ und an seinen „Pathosformeln“ entlang: dem Appolinischen und dem Dyonisischen, dem Intellekt und der Leidenschaft, der Gegenwart und der Vergangenheit, den Erinnerungsstücken von Aby Warburg und Lindy Annis. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten sowie durch den Fonds Darstellende Künste e.V. Mit herzlichem Dank an das Warburg Haus Hamburg. Info: www.lindyannis.net
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