HAU UND SOPHIENSAELE PRÄSENTIEREN 100° BERLIN – DAS 6. LANGE WOCHENENDE DES FREIEN THEATERS: DIE GEWINNER
DIE GEWINNER DES DIESJÄHRIGEN 100° BERLIN

HAU 1
Auch senst sucht „WEIRD was Euch fehlt“

HAU 2
Turbo Pascal „Wir werden wieder wer gewesen sein“

HAU 3
vor dem theater „Tollkühnes Singen“
Banality Dreams „The Spontaneous Sculpture of the Poo“

PUBLIKUMSPREIS HAU
Julia und Julia flippen aus „*Muschiballett* meets Barbielon – performance in progress #3“
Spicy Tigers on Speed, Viola & The Perverters "Dragzhaufen"


SOPHIENSAELE
1. Beatrice Fleischlin „my ten favorite ways to undress / a personal hitlist“
2. Written-not-written „Kieu. Eine Opernminiatur“ und bassgasse 3 „the seven songs of hercules“

PUBLIKUMSPREIS SOPHIENSAELE
Martha Hincapié Charry „AUTORRETRATO CON MASCARA (Selbstportrait mit Maske)“




Über 120 Bewerber + zahlreiche Premieren : 11 Bühnen = 100° Berlin!
Kreuzberg und Mitte befinden sich wieder im Ausnahmezustand, wenn im HAU und in den Sophiensaelen alle Bühnen, Bars und Foyers geöffnet werden, um 120 freie Berliner Theatergruppen auftreten zu lassen. Das bedeutet geballtes Theater aus unterschiedlichsten Bereichen, das an regelrechten Marathon-Tagen im Stundentakt auf den Bühnen von HAU und Sophiensaelen zu sehen und zu hören ist. Zum ersten Mal wird das Ganze vorab schon auf myspace lanciert: Unter www.myspace.com/100gradberlin sind Trailer zu 100° zu sehen.

Am 21. Februar zeigt das HAU einen kleinen Showcase zum Thema Queer! 100° wird in diesem Jahr das Theaterpublikum mit der Berliner Queerszene mischen und das HAU 2 zu einer Partyarea machen. Mit dabei sind die Spicy Tigers on Speed, die sich unter dem Motto „Tender is the Gender“ Geschlechterklischees vornehmen: natürlich, um sie gleich wieder zu zerschlagen und dies als musikalisches Medley aus altbekannten Songs zu zeigen. Außerdem wird uns Tennessee an diesem Abend mit seiner Performance einheizen.

Das Theaterkollektiv Turbo Pascal spielt mit dem Publikum Demokratie. Ihre Produktion „Wir werden wieder wer gewesen sein“ wird beim 100°-Festival in einer fast-forward-Version zu sehen sein, in der gefragt wird, wie viel Mitbestimmung drin ist, wenn es schnell gehen muss.
Dass der Kapitalismus anstrengend ist, hat die Leseformation Lesedüne – u.a. mit dem Kabarettisten Marc-Uwe Kling – schon entschieden, und wird Texte aus ihrem Programm zum Thema performen.

Zudem kann man einen intimen Einblick in das Leben einer ganz besonderen WG vier Halbgeschwister aus der Torstraße gewinnen. Die Torstraße-intim lädt ein, alle Sitcoms in einer gemütlichen Lounge im Leinwandformat zu genießen. Es dreht sich um die joghurt-fanatische Meisi, die beizeiten verschwindet und zum Dancehall-Kifferkommissar Paff Meisi mutiert, um den Kiez aufzumischen. Um den Idealisten Bruno, der vielleicht durch die Gründung von „Youporn“ derjenige ist, der seine Halbgeschwister durchfüttern kann, es geht um Herrn Harndorf, die immer wieder feststellen muss, dass man sich mit niemandem heutzutage angemessen über den Dildokantismus unterhalten kann, und zu guter Letzt auch um die „sexiest-Hebamme-alive“ - Penelope, die trotz oder genau wegen ihres enormen Männerverschleißes feststellen muss, dass wahre Liebe tödlich ist.

Die Azubis fragen sich „Wie wir Angler Azubis wurden in wenigen Schritten zum großen Hecht oder noch knackiger: Born to fish“. Denn wer den Großstadttrouble nicht mehr ertragen kann, dem bleibt nur noch Angler zu werden. Die Azubis erzählen von der intensiven Recherche nach dem Weg zum Glück, das vielleicht im Anglerdasein liegt. Wer sich nach dieser Performance noch fragt, was denn am Angeln so toll sein soll, der ist selber schuld.

Auch ums Fernsehen geht es in diesem Jahr auf den Bühnen des 100°-Festivals: Regina Fichtner setzt sich mit dem auseinander, dem heute kaum einer entkommen kann: dem Reality-TV. Aber wie lebt Deutschland wirklich?

Das Kollektiv cie.N-N hinterfragt ebenfalls das, was uns über den Bildschirm tagtäglich erreicht. In „Bitte beachten sie das Kleingedruckte – Work in progress“ wird noch mal klargestellt, dass es keine „Super-Aktionen“ gibt und nichts zum Vorteil des Konsumenten entschieden wird, auch wenn man dem manchmal gerne Glauben schenken würde. White Horse locken die Besucher in eine Beichtkammer, um ihnen romantische Erfahrungen zu entlocken.

Die Theatergruppe müller***** versucht in ihrem Stück „ich sehe was, was du nicht tust. Wie eine Geschichte zu erzählen.“ zu beweisen, dass unsere Alltagsgeschichten nicht immer das sein müssen, für was wir sie halten, sondern meist zu dem gemacht werden. Vor dem Theater widmen sich in ihrer Produktion „Tollkühnes Singen“ dem stark vernachlässigten und fast vergessenen Volkslied und den Volkstänzen. Es wird im klassischen Sinne ein Abend mit Bier, Salzbrezeln und Gesang. Die deutsch-norwegische Theaterformation Banality Dreams beschäftigt sich in „The spontaneous sculpture of the Poo“ mit den Formen heutiger Kommunikation und der Suche nach den poetischen Dimensionen des schon tausendmal Gehörten. Das Verhältnis von Schein und Dokumentation thematisiert auch André Schallenberg in seiner automatischen Lesung „Danke dass sie uns vertraut haben“.

Eine Neuköllner Schulklasse setzt sich mit dem Grundgesetz auseinander und fragt sich, wo denn die unantastbare Würde des Menschen wirklich bleibt. Horst Majeure laden mit „Pornstorm“ zu einer Lecture-Performance nach Shakespeare ein.
Niels Bovri, Stephan Lose und Christoph Glaubacker bringen die Fragen des Weltalls zu uns nach Berlin. Zwei Aliens haben nach einer Reise durch Belgien und Bremen jetzt die dritte Station mit B erreicht und wollen wissen, was die Berliner essen, denken und lieben. Ihr UFO landet vor dem HAU 2 und wird in der Zwischenzeit zur kleinsten Disco unserer Welt, in der zwischen den Vorstellungen zu Live-Musik aus dem All getanzt werden soll. Die Fräuleinwunder AG hat vielleicht auch Aliens gesehen, auf ihrem Road-Trip durch verschiedene Rauschzustände. In „(I can’t get no) SATISFACTION“ kann man beobachten, wie sechs Performerinnen sich auf die Suche nach dem perfekten Augenblick machen. Malte Scholz und Tomasz Stopmor gewähren einen tiefen Einblick in die wahren Verhältnisse einer unterschätzten Musikgattung - den Heavy Metal.
Tamer Yigit, Volkan T. und Toby Dope geben einen musikalischen Durchlauf durch ihre Film-, Theater- und Musikkarriere.
Fightclub, der Jugendclub des HAU, wird sich mit den wichtigsten Fragen des Erwachsenwerdens beschäftigen: Wann ist man nicht mehr naiv? Wann hat man sich gefunden? Und wann hat man eigentlich Sex?

Nach dem ganzen Theater wird gefeiert! Doch zuvor wird es auch in diesem Jahr Mitternachtssprecher geben, die den Tag resümieren und danach den Startschuss für die 100°-Partys geben. Als musikalisches Highlight haben wir in diesem Jahr den Musiker und Autor Thomas Meinecke eingeladen, der bei 100° nicht über Platten, sondern als Mitternachtssprecher über das Geschehen des Tages berichten und nach der Preisverleihung die Plattenspieler höchstpersönlich bedienen wird. Die Berliner Band BROKOF stellt ihre neue Platte vor und gibt ein exklusives Konzert im WAU. Ofelia & Uzrukki DJ-Set, sonst als Band auf dem Weg nach oben, legen auf und DJ Ding Dong, Cub Scout Wölfli und DJane Cindy Wonderful (Scream Club) werden das erste Mal in dieser Kombination auflegen und dem Showcase zum Thema Queer eine ganz besondere Note verleihen.

Die Fahrten zwischen dem HAU und den Sophiensaelen werden durch Hörspiele des Popautors Jörg Albrecht und seines Musikers Matthias Grübel - die zusammen phonofix sind - vergoldet.
Es gibt also nichts zum Verpassen, sondern nur zum Hingehen!

Mit freundlicher Unterstützung von interrent.com und D/M/S/ e.K. Sicherheitsdienst aus Berlin

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Medienpartener: zitty und taz

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