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I WOULD PREFER NOT TO... EIN PERFORMANCEABEND |
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24. April 2004
Ein Performanceabend am 24. April u.a. mit John Bock „Der Wurm“ 19.00 Uhr, Harriet Maria und Peter Meining „Hans im Glück - Strategien der Verweigerung“ 20.30 Uhr, Lesung Bartleby mit Lindy Annis & Lars Rudolph 21.30 Uhr, Jan Ritsema & Bojana Cvejic „Pipelines“ (auch am 25.4.), Velma "Rondo" 22.30 Uhr
John Bock eröffnet mit seiner Performance „Der Wurm“ den Abend. Er lässt sich in einem Wurm an der Decke ziehen und hält seinen Knochenbrecher-Monolog. Er spricht über den Nanu Gen, dabei beobachtet ihn eine Kamera und überträgt seinen Monolog. In seinen Performances kombiniert Bock seine ökonomische Bildung mit seinen Kunstobjekten und kommt zu einer ganz eigenen Ästhetik der Verweigerung.
„Hans im Glück“ gilt als Antimärchen: Statt in die Fremde zu ziehen und sein Glück zu machen, kehrt der ,Held' zurück nach Hause. Das Glück, das ihm in der Fremde zunächst in Form eines kopfgroßen Goldklumpens zuteil wurde, verliert er durch eine Reihe ,falscher' Tauschhandlungen, bis er am Ende zwar mit leeren Händen, aber frohen Herzens zu seiner Mutter zurückkehrt. In der filmischen Recherche von Harriet und Peter Meining wird das Märchen erzählt und mit den Aussagen über Gold und Geld von Bankdirektoren, Vermögensberatern, von reichen und armen Mitbürgern konfrontiert. In der Performance befragt Veit Sprenger die Spezialisten im Film.
Pipelines: Der Globus wird neu vermessen für den weltweiten Handel und die Planspiele der neuen Weltordnung. Auf den Landkarten des 21. Jahrhunderts verlaufen die Meridiane der Brennpunkte für politische Turbulenzen durch bisher unbekannte Regionen: z.B. das Kaspische Meer – reich an noch nicht erschlossenen Energiequellen. Kann der Einzelne im globalen Netzwerk von Politik und Ökonomie noch moralisch handeln, oder nur mehr klug konsumieren? Ist der Körper das kleinste Territorium, das besetzt werden muss? Der niederländische Regisseur Jan Ritsema und die Performerin Bojana Cvejic aus Belgrad erforschen diese Dynamik auf dem Hintergrund des Grundgesetzes der Globalisierung: Wenn du etwas herstellen kannst, das für andere einen Wert hat, solltest du es ihnen auch verkaufen können; wenn andere etwas produzieren, das einen Wert für dich hat, solltest du es auch kaufen können. Das ist wahre Freiheit. „Pipelines“ ist eine Koproduktion von Kaaitheater/Brüssel und Wiener Festwochen
„Rondo“ Die junge Elektro-Pop-Formation "Velma" aus Lausanne ist seit ihrer Gründung 1997 für genresprengende Auftritte bekannt. Auch die neue Produktion "Rondo" ist ein außergewöhnliches musikalisches Happening: Ausgehend von einem Song ihrer jüngsten CD "Ludwig" werden nach und nach alle Elemente eine Pop-Konzerts dem strengen Kompositionsschema eines Rondo unterworfen. Die drei Musiker, unterstützt von zwei Tänzerinnen, finden dabei irritierende und selbstironische Übersetzungen der traditionellen Form in die heutige Dancefloor-Ästhetik. Die Mischung von vorproduzierten Samples, Live-Musik und Bühnengeräuschen lässt ein verwirrendes Spiel mit dem Ursprung der Klänge entstehen. Die Projektionen des Videokünstlers Olivier Mariette sowie ein ausgefeiltes Lichtkonzept (Laurent Junod) erweitern das musikalische Spannungsgefüge ins Räumliche. Konzept/Musik: Velma Mit: Christian Garcia, Christophe Jaquet, Arantxa Martinez, Lola Rubio und Stéphane Vecchione.
Ab 23 Uhr präsentiert ACT! FESTA DELLA LIBERAZIONE. Italienischer Abend anlässlich des Jahrestages des Sieges der Resistenzia über den Faschismus in Italien.
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