IVAN STANEV – HOLLYWOOD FOREVER
Premiere am 29. April, auch 30. April - 1. Mai und 7. - 9. Mai 2004

Newsticker: Berlin. Selbstmord oder Unfall? Franca A. ist 31 Jahre alt, als sie in Berlin aus einem Fenster stürzt. Ihre letzte Rolle: Lulu. Eine große Theaterhoffnung, ein Star vielleicht …

Hollywood Forever Cemetery - schönster Friedhof der Welt, Resting Place of Hollywood’s Immortals. Zweite McCarthy-Ära, dritte Adenauer-Ära, kurz nach der Sintflut. Alles, was je Rang und Namen im Filmgeschäft gehabt hat, tummelt sich hier während einer endlosen Partynacht, einer ewigen Nacht, genannt DIA DE LOS MUERTOS. Die wohl prominenteste Selbstmörderin Hollywoods, Norma Jean Baker, besser bekannt als Marilyn Monroe, ist hier und John F. Kennedy, Jack the Ripper und Rudolf Valentino machen ihr unermüdlich den Hof. Ein Paparazzo läuft hinter ihnen her...


© Remco Schuurbiers


Newsticker: Starfotograf Helmut Newton beim Autounfall in Los Angeles ums Leben gekommen. O -Ton: Wenn ich abkratze, geht alles nach Berlin.

Traumsequenz: Franca A., heilige Anarchistin, Amokläuferin springt vor dem Kino Central erhobenen Hauptes in den Tod. Das Leben nach dem Tod geht weiter. Franca erreicht auf einem Luxusliner postum Los Angeles. Ihre Träume gehen hier in Erfüllung. A no name star is born!

Newsticker: Die Welt ist schlecht und Hollywood ein Sumpf, der immer bizarrere Blüten treibt. Die Geschichte des „Kannibalen von Rotenburg“ soll verfilmt werden.

Universal Studios, Paramount, MGM. Hier wird „Sonnenkaiser Heliogabal“ (Artaud) gedreht, aufwändigster Sandalettenfilm aller Zeiten. Nach einem Horrortrip durch den Balkan, via Damaskus, Berlin und Rom, erreicht Teeny-Imperator Heliogabal Washington und eröffnet im Kapitol ein Bordell der Superlative. Franca findet das Drehbuch toll. Es lebe die freie Liebe, die totale Unordnung, die Anarchie!

Totenstille. Träume vom Fließband in einer von allen guten Geistern verlassenen Traumfabrik.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Eine Koproduktion von Hebbel am Ufer, La Rose des Vents/Lille und Le-Maillon, Théâtre de Strasbourg.