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100° BERLIN – DAS 7. LANGE WOCHENENDE DES FREIEN THEATERS |
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AND THE WINNER IS.....
Der Vier-Tage-Theatermarathon des Freien Theaters in HAU und Sophiensaelen ging am gestrigen Sonntagabend (7. März) zu Ende mit der Auslobung der Jurypreise: Im HAU gingen die Preise an PlasticWorks für ihr Stück „Maybe One Day We’ll be United“, an Caroline Creutzburg und Sophie Reble für „Eine Pistole, ein Tanz“ sowie an die Gruppe vorschlag hammer für „Vom Schlachten des gemästeten Lamms“. Die Preise in den Sophiensaelen gingen an Lovefuckers für ihr Stück „ Pieps, du kleiner Vogel “ und an Bottlefed „Hold me Until You Break“. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner, die ihre Arbeiten noch einmal im Mai in den Programmen des HAU und der Sophiensaele zeigen können! Der Publikumspreis in den Sophiensaelen ging an Sudermann & Söderberg für „Freedom of Speech“ und im HAU an Theaterkosmos 53 für „Paul und Paula – eine Legende“. Auch dazu gratulieren wir!
Vier Tage lang wird zum 7. Mal „100° Berlin“ gefeiert: Mehr als 120 Freie Berliner Theater- und Performancegruppen zeigen ihre Stücke, (Lecture-) Performances oder Installationen im Stundentakt und bringen das Publikum zum Schwitzen, können doch immer mindestens drei Aufführungen zur gleichen Zeit besucht werden!
Am Eröffnungsabend gibt es u.a. ein Puppenspecial mit gleich mehreren hochkarätigen Stücken dieses keinesfalls Kindern vorbehaltenen Genres: Katharina Kummer zeigt „Ach und Weh - Eine Liebesmüllabfuhr unter Anleitung von Elfriede Jelinek“. Mittelhammer Langenbein thematisieren in „Trial and Error“ nicht nur das alles oder nichts bestimmende Schicksal, sondern auch die Wirrungen des Berliner Untergrunds. Viele weitere Produktionen wie die musikalische Bühnenfassung von „Paul und Paula - eine Legende“ von theaterkosmos 53 bereichern diesen Schwerpunkt. Und wo Puppen sind, darf natürlich auch Das Helmi nicht fehlen – es zeigt „Am Kotti - Vier Fäuste für einen Turnschuh“, entstanden in Zusammenarbeit mit der Niederlausitz-Grundschule.
Das Flinntheater tischt mit „Der Indiensimulator“ ein Masala aus Theater, Performance und interkulturellem Training auf, während sich Tanja Knauf, Stella Maxeiner und ihr Gast Robin Arthur von Forced Entertainment fragen, ob sie lieber „Blind oder taub“ wären. Die Performer von skart setzen sich mit dem Mikro- Makro- Kosmos "Liebe" auseinander und collagieren selbstgemachte Lieder, Texte und Kostüme zur Multimediaperformance „Galactic Gigolo“. Die Autorin Darja Stocker fährt mit zwei Musikern „Gedankenslalom zum Widerstand“ und Riebort/Merten untersuchen in „Aufstellen“ das künstlerisch-kathartische Potential von Hamlets Familienaufstellung.
Wolfram Sander et al. begeben sich auf eine Reise zu den eigenen Wurzeln: In der Anti-Revue „Wenn ich einmal groß bin... oder wie wir wurden was wir sind“ werden die Träume und Vorstellungen überprüft, die man als Kind von seiner eigenen Zukunft hatte. Peng Palast! dagegen stellen in ihrer Produktion „Hamlet MASSIV“, in der drei arbeitslose Brüder mit ihrer ‚Umstrukturierung´ hadern, ganz gegenwärtige Fragen und konsequenterweise wird die Hälfte der Texte tagesaktuell improvisiert.
Natürlich gibt es auch dieses Jahr jeden Abend ein Gespräch von zwei prominenten Mitternachtssprechern und die Möglichkeit, nach soviel Input wieder Dampf abzulassen: Am Donnerstag eröffnen die Maiden Monsters aus Berlin, Tokio und Rapid City/South Dakota den Partymarathon des diesjährigen Festivals nach dem Motto: „Don’t fall in love with the guitarist – FUCK the guitarist!”. Wer sonntags auf den Flohmarkt geht, kennt ihn schon: Joe Hatchiban, der Bearpit Karaoke-Star aus dem Mauerpark, reicht auch im HAU singfreudigen Menschen das Mikrofon und sorgt für (s)eine unverkennbar gute Stimmung – don’t be shy!
04. bis 07.03. 2010 / HAU 1 / HAU 2 / HAU 3 04.03. ab 19.00 Uhr / Vorstellungen im Stundentakt 05.03. ab 18.00 Uhr / Vorstellungen im Stundentakt 06.03. und 07.03. ab 16.00 Uhr / Vorstellungen im Stundentakt
Programm.pdf
Tagesuebersichten.pdf
Mit freundlicher Unterstützung von Cambio CarSharing Berlin, zitty Berlin und 95,8 radioeins.
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