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SELBSTORGANISATION UND (PAN-)ASIATISCHE IDENTITÄTEN – DISKUSSION MIT DR. URMILA GOEL (KULTUR- UND SOZIALANTHROPOLOGIN), JEE-UN KIM (KORIENTATION) UND DR. NIVEDITA PRASAD (BAN YING) |
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26. Nov. 2010 21.00 – 22.30 Uhr
Diskussion mit Dr. Urmila Goel, Jee-Un Kim, Dr. Nivedita Prasad Moderation: Dr. Kien Nghi Ha
Die verschiedenen Facetten und Erfahrungsräume „asiatischer“ Präsenzen sind ein wichtiger Bestand der deutschen Gesellschaft. Obwohl das „Asiatische“ als Identitätskonstrukt weitreichende Fragen aufwirft und oftmals als exotistische Projektionsfläche der Fremdzuschreibung dient, ist es zugleich auch eine Ressource der eigenen Selbstverortung wie der politisch-kulturellen Vernetzung. Vor dem Hintergrund dieses Spannungsverhältnisses werden die Chancen und Probleme des identitätspolitischen Empowerment kritisch reflektiert.
Urmila Goel, Kultur- und Sozialanthropologin, forscht zum Umgang mit alltäglichen Rassismuserfahrungen in Deutschland sowie den Verbindungen von unterschiedlichen Machtverhältnissen. Dabei setzt sie sich vor allem mit den Erzählungen und Erfahrungen von jungen Menschen, die als Inder_innen in Deutschland wahrgenommen werden, auseinander. Zudem führt sie Trainings zu Privilegien im Rassismus durch. Mehr Informationen unter www.urmila.de.
Jee-Un Kim studierte Jura sowie Kulturmanagement und arbeitet als Rechtsanwältin in Berlin. Seit 2008 Vorstandsmitglied von „korientation e.V.“, 2009 Kuratoriumsmitglied der Ausstellung „Shared.Divided.United“ zu Migrationsbewegungen zwischen Deutschland und Korea in der NGBK Berlin. 2008 Organisation von Konferenzen zu Migration und Integration von Deutsch-KoreanerInnen. 2000 bis 2004 Aufbau von „Hangaram“, Verein der 2.Generation von KoreanerInnen in Berlin.
Nivedita Prasad, promovierte Sozialwissenschaftlerin, ist Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ban Ying – einer Beratungs- und Koordinationsstelle gegen Menschenhandel, die vorwiegend von südostasiatischen Frauen frequentiert wird. Sie ist zudem Leiterin des Studienganges „Sozialarbeit als Menschenrechtsprofession“ am Zentrum für postgraduale Studien Sozialer Arbeit (ZPSA) und Dozentin für diskriminierungssensible und menschenrechtsorientierte Sozialarbeit an verschiedenen Universitäten. Kien Nghi Ha, promovierter Kulturwissenschaftler und Diplom-Politologe, forscht zu postkolonialer Kritik, Migration, Rassismus und Asian German Diaspora. Veröffentlichungen u.a. „Ethnizität und Migration Reloaded“ (1999/2004), „Vietnam Revisited“ (2005), „Hype um Hybridität“ (transcript 2005), „re/visionen. Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland“ (Unrast 2007, Co-Hg), „Unrein und vermischt. Postkoloniale Grenzgänge durch die Kultur¬geschichte der Hybridität und der kolonialen ‚Rassenbastarde‘“ (transcript 2010).
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