BLACK TIE – RIMINI PROTOKOLL (HAUG/WETZEL)
wieder vom 26. bis 28. Januar 2012 / HAU 3

Im Anschluss an die Aufführung am 26. Januar findet im Rahmen von "Black Tie - Ein Theater- und Themenabend mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften/BBAW" eine Diskussion unter dem Titel "Black Tie und die ästhetische Aneignung genetischen Wissens" statt, der Eintritt hierzu ist frei.

„Black Tie“ kreist um das schwarze Loch der Herkunft, um die befremdlich-beredte Hilfsindustrie der jungen Humangenetik dieser Tage und das Befremden zwischen der Umwelt und mir – in Osnabrück als Miriam Yung Min Stein hineinzuwachsen in einen Körper, der koreanisch wirkt, der ein ganzes Land, einen Krieg, eine andere Kultur wie in einer verschlossenen Kapsel mit sich herumträgt, unbekannt, sprachlos – ein potentieller Ort, Fluchtpunkt, Traumfabrik.
Adoption, anonyme Samenspende, Weihnachtspakete für Waisenkinder – kennen die guten Menschen die wachsenden schwarzen Löcher, die ihr guter Wille auch erzeugt? Wie könnte den Helfern geholfen werden, die süchtig sind Gutes zu tun und dafür ihren gerechten Dank erwarten? Und was stand in der Zeitung, in die das Baby gewickelt war, 1977 in Südkorea?

Eine Produktion von RIMINI APPARAT in Koproduktion mit dem HAU Berlin und der Gessnerallee Zürich, in Kooperation mit den Wiener Festwochen, gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.