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DERRIDA-NACHT |
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7.12. 2004 19.00 h
am 7. Dezember, laden wir ab 19 Uhr zur Derrida-Nacht mit Lesungen, Kommentaren und Filmvorführung ins HAU 2 ein. Mit dabei sind Dirk Baecker (Soziologe), Elisa Barth (Kulturwissenschaftlerin), Tom Lamberty (Verleger, Merve Verlag Berlin), Susanne Lüdemann (Literaturwissenschaftlerin, Derrida-Übersetzerin), Gerburg Treusch-Dieter (Kulturwissenschafterin) und Hanns Zischler (Autor, Derrida-Übersetzer, Schauspieler). Anschließend zeigen wir den Dokumentarfilm „D’ailleurs Derrida – Derrida anderswo“ von Safaa Fathy (Frankreich 2000). Wie liest man Jacques Derrida, so kurz nach seinem Tod? Worauf fällt der Blick des Lesers bei einem Philosophen, der zuletzt von Fragen der Gerechtigkeit und dem Umgang mit Schurkenstaaten handelte, dessen Tod jedoch sein gesamtes Werk in den Blick rückt?
In der Derrida-Nacht im HAU 2 stellen sechs Referenten in je 15-20 Minuten ein Stück Derrida vor, indem sie aus seinen Texten lesen und diese persönlich kommentieren: Dirk Baecker wird aus dem Buch „Religion“ vorlesen, das Derrida zusammen mit Gianni Vattimo veröffentlicht hat. Baecker interessieren darin die Passagen über das Übel der Abstraktion, über Zahl und Zeugenschaft und über das Universum als eine Maschine, die Götter hervorbringt. Elisa Barth wird eine musikalische Lesung aus Derridas Hommage an Ornette Coleman vortragen. Qu'est-ce qui arrive? fragt Derrida, der 1997 mit dem Saxofonisten Ornette Colem an einen Abend lang in und über Musik improvisiert. Susanne Lüdemann liest eine Passage aus „Marx’ Gespenster“ vor und berichtet in dem Zusammenhang über ihre Übersetzungsarbeit an diesem Buch. Der Beitrag von Gerburg Treusch-Dieter bezieht sich auf das Buch „Die Postkarte von Sokrates bis an Freud und jenseits“ (Berlin, Brinkmann & Bose, 1982). Die französische Ausgabe erschien 1980 unter dem Titel „La Carte Postale“. Tom Lamberty wird aus „Eine gewisse unmögliche Möglichkeit, vom Ereignis zu sprechen“ und aus „Einige Statements und Binsenwahrheiten über Neologismen, New-Ismen, Post-Ismen, Parasitismen und andere kleine Seismen“ zwei Abschnitte lesen und dazu Musik von der CD oder vom Plattenteller spielen. Hanns Zischler wird einen Abschnitt aus der von ihm und Hans-Jörg Rheinberger übersetzten „Grammatologie“ (erschienen bei Suhrkamp) vortragen und kommentieren.
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