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SVEN MUNDT - ERKUNDUNGEN FüR DIE PRäZISIERUNG DES GEFüHLS FüR EINEN AUFSTAND #180205, #190205
VON ROLF-DIETER BRINKMANN |
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18. und 19. Februar 2005
Rolf Dieter Brinkmann, geboren 1940 und aufgewachsen in Vechta, tief in der norddeutschen Provinz, schrieb Erzählungen und Gedichte und veröffentlichte 1968 seinen ersten (und einzigen) Roman. Als Tagebuch und Materialsammlung für einen zweiten Roman entstehen Anfang der 70er Jahre die „Erkundungen für die Präzisierung des Gefühls für einen Aufstand“ - eine monströse Textlandschaft, geprägt von Existenznot und der quälenden Suche nach dem richtigen Schreiben aus der als schrecklich empfundenen, zerrütteten und zerfallenden Gesellschaft der Bundesrepublik - radikale Blicke in die Abgründe der Fortschrittsmythen der 68er-Revolte. Der Videokünstler Sven Mundt fängt mit seinen Installationen, für die er seit zwei Jahren unterschiedlichen Menschen die immer gleichen Fragen stellt, auf eher indirekte Art mikrokosmische, individuelle und makrokosmische, urbane Geschichten ein und setzt sie in Zusammenhang. An zwei Abenden wird aus unterschiedlichen Perspektiven Brinkmanns obsessives Wahrnehmungsprotokoll als Textlandschaft hörbar, sichtbar und erlebbar. Dabei wird Mundt mit einigen seiner Interviewpartner erneut zusammenarbeiten und ihre eigenen Hoffnungen, Wünsche, Horizonte und Wertvorstellungen mit denen von Brinkmann konfrontieren, indem sie Texte aus den "Erkundungen" lesen.
Eine Produktion von Sven Mundt mit dem Hebbel am Ufer, gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
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