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POKER IM OSTEN - NACH DER WENDE IST VOR DER WENDE |
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24. September / 20:00 / HAU 2
Ein Gespräch mit DIRK BAECKER, JENS BISKY, WOLFGANG ENGLER und UWE RADA
Der Poker im Osten wurde mit gezinkten Karten gespielt. Der Bluff bestand darin, undurchschaubar zu machen, dass der Osten gar keine Karten in der Hand hatte. Die Wiedervereinigung wurde als Fest der politischen Selbstbestimmung inszeniert, als diese auf der politischen Tagesordnung schon gar keinen Platz mehr hatte. Ein raffiniertes Spiel, dem letztlich auch der Westen auf den Leim ging. Der verfing sich in seinen Vorstellungen von einer freien Marktwirtschaft und einer souveränen Nation, als es historisch bereits darum ging, die Zukunft des Wohlfahrtsstaates im Zeitalter der Globalisierung zu diskutieren. Das holen wir jetzt nach, aber belastet mit den Nachwirkungen einer überholten politischen Semantik.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals "Poker im Osten", gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
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