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BALLET NATIONAL DE MARSEILLE – LA CITÉ RADIEUSE (DIE STRAHLENDE STADT) |
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Fr., 2. + Sa., 3. September 2005 (20.30 Uhr) – Marlene-Dietrich-Platz (open air)
Eintritt frei – Platzkarten erforderlich
Ballet National de Marseille – Künstlerische Leitung Frédéric Flamand
Deutschlandpremiere
70 Min. (ohne Pause) / 15 Tänzer / UA Juli 2005 in Marseille
Das 9. Theaterfest unter der künstlerischen Leitung von Nele Hertling ist eine Veranstaltung des Hebbel am Ufer mit Unterstützung der DaimlerChrysler Immobilien (DCI) GmbH
Zusammen mit dem französischen Stararchitekten Dominique Perrault hat der belgische Choreograf Frédéric Flamand „La Cité Radieuse“ (die strahlende Stadt) erarbeitet, Flamands erste Premiere für das Ballett National de Marseille, das er seit September 2004 leitet. „La Cité Radieuse“ bildet den Abschluss einer Stück-Trilogie die dem Thema „Stadt“ gewidmet ist. Den ersten Teil, „Metapolis“, hatte er 2000 zusammen mit der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid gestaltet, den zweiten Teil, „Silent Collisions“, 2003 mit Thom Mayne.
 © Pino
„La cité radieuse“ verweist auf ein Buch von Le Corbusier (1887-1965), einem Manifest seiner Arbeitsweise und der modernen Architektur schlechthin, und seinem Anfang der Fünfziger Jahre entstandenen vertikalen Dorf „Unité d’Habitation“ in Marseille, einem Archetypus des sozialen Wohnungsbaus, der später auch in Berlin realisiert wurde. Le Corbusier träumte von einer Architektur die die Menschen glücklich macht. Ausgehend von dieser sozial-utopischen Vision aus der Frühphase der Nachkriegsmoderne untersuchen Flamand und Perrault in „La cité radieuse“ aktuelle Entwürfe, die im Zeitalter der Globalisierung Menschen und Architektur zusammenbringen. Sie zeigen dabei auch jene hochfunktionalen „Nicht-Orte“ (Flughäfen, Einkaufszentren, Durchgangsbahnhöfe), also Räume der Anonymität, in denen immer mehr Menschen gezwungen sind, sich aufzuhalten. Städte sind heute ständig im Wandel befindliche Arenen. Identitätsstiftende Merkmale verändern sich zeitgleich mit der Organisation des Raumes. Die Bühnengestaltung mit beweglichen Wandschirmen aus Metallgewebe, dem für zahlreiche Bauten Dominique Perraults typischen Material, durchbricht den traditionellen Rahmen der Aufführung. Es entwickelt sich ein Spiel des Erscheinens und Verschwindens, der Konfrontation zwischen realem Körper und seiner zugleich auf Bildschirme projizierten Abbildung.
Frédéric Flamand, 1946 in Brüssel geboren, wurde u.a. von Jerzy Grotowski ausgebildet. Inspiriert von der künstlerischen Experimentierfreudigkeit der 60er Jahren gründet er 1973 die Gruppe Plan K („groupe de théâtre corporel”) und vier Jahre später ein Kunstzentrum in Brüssel. 1991 übernimmt er die Leitung des Ballet Royal de Wallonie, das unter dem neuen Namen “Charleroi/Danses” weltberühmt wird. Ab 1996 beginnt Flamand, Stücke zusammen mit Architekten zu entwickeln, u.a. mit Diller, Hadid und Nouvel. Seit Ende 2004 ist er Direktor des 30 Tänzer starken Ballet National de Marseille und der École Nationale Supérieure de Danse de Marseille. Bis heute hat er ca. 20 Choreografien und Stücke geschaffen. Der Architekt und Städteplaner Dominique Perrault gewann durch seine mit dem 1. Preis ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträge für die Französische Nationalbibliothek 1989 und für das Olympische Velodrom und Schwimmbad in Berlin 1992 internationales Ansehen. Seine Gebäude verändern die architektonische Landschaft wie die elementaren Formen einer reduzierten Skulptur. Seine Arbeit für die Bühne ist eine Erweiterung seiner Architektur.
Info unter: Tel. 030-259004-27 / www.hebbel-am-ufer.de Kostenlose Platzkarten erhältlich ab 20. August im Hebbel am Ufer HAU2 (Hallesches Ufer 32), Haus der Berliner Festspiele (Schaperstr. 24), Musical-Theater am Potsdamer Platz, und bei Interklassik im Kulturkaufhaus Dussmann (Friedrichstr 90).
LA CITÉ RADIEUSE
Konzept: Frédéric Flamand und Dominique Perrault Choreografie: Frédéric Flamand und die Tänzer des Ballet National de Marseille Bühne: Dominique Perrault mit Gaëlle Lauriot-Prévost und Marie-Pierre Vandeputte Tanz: Thibault Amanieu, Delphine Boutet, Frédéric Carré, Marion Cavaillé, Katharina Christl, Yasuyuki Endo, Baptiste Herbert, Lionel Hun, Cinthia Labaronne, Marcos Marco, Mylène Martel, Mié Miyazawa, Valentina Pace,Yannick Rayne, Angelo Vergari Künstlerische Beratung: Bernard Degroote Choreografische Assistenz: Cristina Dias Musikalische Beratung: Jacques-Yves Le Docte Ton: Xavier Yerlès Licht: Nicolas Olivier, Frédéric Flamand Kostüme: Annelies Van Damme Live-Kamera und Fotografie: Pino Pipitone Technische Koordination: Nicolas Olivier, Frédéric Granger Bühnentechnik: Jean-Christophe Aubert, Frédéric Durru, Mickaël Hache, René Pautou Garderobe und Requisite: Aurélia Lyon Betriebsbüro: Rémi D’Apolito
Produktion: Ballet National de Marseille Koproduktion: Festival de Marseille, Fondazione Teatro Due - Parma In Zusammenarbeit mit Théâtre National de Marseille - la Criée Partner: La Facolta di Design e Arti - Universita IUAV di Venezia
Ballet National de Marseille Präsident: Gabriel Kosman Generaldirektor: Frederic Flamand Generalsekretär: Bernard Degroote Ballettmeister: Eric Vu-An
Das Ballet National de Marseille wird unterstützt vom Ministère de la Culture et de la Communication, der Stadt Marseille und der Région Provence-Alpes-Côte d'Azur
Welturaufführung im Rahmen des 10. Festival de Marseille am 15.+ 16. Juli 2005 im Théâtre National de Marseille – La Criée.
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