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THEATERHAUS WEIMAR – AKTEURE DES VERSCHWINDENS |
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15. und 16. November/ 20.00 Uhr/ HAU 3
 „In den Nebelschwaden der so glühend ersehnten Metropole ist ein überspannter Lebensplan kalt verdunstet.“ Was sich liest wie eine Meldung über das Berliner Lebensgefühl, beschreibt in einem Satz die große Handlung dieser kunstvollen Synthese aus Film und Theater, die das Theaterhaus Weimar mit seiner Romanadaption geschaffen hat. Gustave Flauberts Roman „Erziehung der Gefühle“ erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs (1848) in einer komplizierten Verstrickung der Gefühle vollständig die Orientierung verliert. Flauberts Gesellschaftspanorama wird zur Folie der Erörterung des aktuellen Lebensgefühls einer jungen Generation, die aus der Perspektive der ostdeutschen Provinz die Verheißungen des Aufbruchs in eine neue Zeit zu verpassen scheint. Wie ein Seismograph hat Flaubert die Nervosität und die Angst, die Wut und das Scheitern von Menschen in Zeiten großer Veränderungen gezeichnet. Janek Müller hat diesen Revolutionsroman für die Trilogie „Akteure des Verschwindens“ adaptiert.
6. FESTIVAL POLITIK IM FREIEN THEATER BERLIN 2005
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