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ÁRPÁRD SCHILLING / KRÉTAKÖR THEATER, BUDAPEST – BLACKLAND (SCHWARZLAND) |
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15. bis 18. März 2006 / 20.00 Uhr / HAU 2
 „Es gibt für mich nicht einen Stil oder eine Form. Ich gehe immer vom Grundproblem des jeweiligen Stückes aus.” (Árpád Schilling) Um die Unterschiedlichkeit der Inszenierungen des 31-jährigen ungarischen Regisseurs und seines freien Ensembles Krétakör zu entdecken, gibt es kaum eine bessere Kombination als „Die Möwe“ und „Blackland“. Tschechows inzwischen klassisch gewordenes Stück hat in dieser Aufführung eine – den Betrachter mitunter bedrängende – unmittelbare Form gefunden, bei der der Zuschauer den Konflikten der Figuren nicht entgehen kann. Ohne Bühnenbild und Kostüme verlässt sich die Produktion allein auf den Text und die Schauspieler. „Die nahtlos mit der Realität verfließende Enge lässt etwa an Fassbinders erste Filme denken“, schrieb der ‚Standard’ nach Krétakörs Erfolg bei den Wiener Festwochen 2005, „und an die niemals den Blick über den engen Horizont der Figuren hinaus freigebende Kameraperspektive. Das Ensemble für solche Experimente hat Árpád Schilling. Auch die Begabung, offenbar auch die Wut.“ Seit der Premiere im Oktober 2003 hat „Die Möwe“ in 13 Städten Europas gastiert und wurde, wie auch die Darsteller und der Regisseur, mit den renommiertesten Preisen, zuletzt mit dem Stanislawski-Preis, ausgezeichnet. Das auf internationalen Festivals wie auch beim ungarischen Publikum gleichermaßen populäre „Blackland“ ist eine dunkle, groteske und satirische Vision der Welt, in der wir leben. Die Geschichten basieren auf SMS-Nachrichten, die seit dem 1. Januar 2004 gesammelt wurden und eine Art Zusammenfassung aktueller Nachrichten in jeweils 160 Buchstaben bilden. Sie inspirierten die Schauspieler, Szenen und Songs zu improvisieren, die statt eines traditionellen Dramas ein absurdes Potpourri ergeben. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie dieses spezifisch ungarische politische Kabarett auch bei einem internationalen Publikum durch seine offensichtlich universell gültigen und wieder erkennbaren Phänomene ankommt.
Im Rahmen von „Ungarischer Akzent - Ungarisches Kulturjahr in Deutschland 2006-2007"
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