 |
 |
 |
 |
 |
 |
MARCIO AURELIO / CIA. RAZOES INVERSAS, SAO PAULO – AGRESTE |
 |
 |
31. Mai und 1. Juni 2006 / 20.00 - 21.00 Uhr / HAU 3 2. Juni 2006 / 21.00 - 22.00 Uhr / HAU 3
von Newton Moreno
am 1. Juni anschl. Ricardo Muniz im Gespräch mit Marcio Aurelio und Newton Moreno
in portugiesischer Sprache mit dt. Übertitelung

Wo der fruchtbare, aber schmale Küstenstrich im Nordosten Brasiliens langsam in die Dürregebiete des Sertão übergeht, liegt der „Agreste“. Eine steinige Übergangslandschaft, in der nicht nur gen Westen der Boden ausdörrt, sondern auch Besiedlung, Reichtum, Bildungsniveau und gesellschaftliche Bindung Kilometer für Kilometer ins Landesinnere hinein spürbar abnehmen. Das Adjektiv „agreste“ bedeutet im Portugiesischen aber auch unstädtisch, unzivilisiert, karg, wild und rustikal. Newton Moreno ist ein junger Autor aus dem Bundesstaat Pernambuco, dessen Schreibstil sich ebenfalls als „agreste“ bezeichnen lassen kann: ebenso sprachmächtig wie wortkarg, einfach und eindringlich beschreibt er die archaisch anmutenden Menschen und Landschaften, verloren und geborgen im Nirgendwo, und doch nicht so außerhalb von Zivilisation und Zwängen, wie man auf den ersten Blick denken mag. „Agreste“ basiert auf der Zeitungsmeldung einer wahren Begebenheit und handelt von einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes feststellen muss, dass dieser ebenfalls eine Frau gewesen ist. Marcio Aurélio, seit den 70er Jahren bedeutender Regisseur in Brasilien und Theater-Professor an der Unicamp in Campinas, hat die Uraufführung des Textes mit zwei männlichen Schauspielern inszeniert.
Im Rahmen von BRASIL EM CENA. Theater und Performance aus Brasilien.
|
 |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|