ROMEO UND JULIA – REGIE: NECO ÇELIK
08. März 2007 / 19.30 Uhr / Premiere / HAU 1
09., 10., 12. März 2007 / 19.30 Uhr / HAU 1
13. März 2007 / 11.30 Uhr / HAU 1
Übersetzt und bearbeitet von Feridun Zaimoglu & Günter Senkel

„Die Christenfamilie fällt in das Christentum zurück, wenn dahergelaufene Türkenjungen ihr in die Quere kommen, ihre Frauen anmachen und ihnen die Arbeit wegnehmen. Die Muselmanenfamilie entdeckt ihren Ahnenglauben, ihre Tradition, wenn es darum geht, Romeo zu ermahnen, seine Sippe nicht aufzugeben. Die Zuschreibung, die Besinnung auf die eigenen Werte findet nur angesichts des Feindes statt.“ Feridun Zaimoglu
Die Handlung um die jungen, verzweifelten Liebenden aus den verfeindeten Sippen der Montagues und Capulets wird aus dem 16. Jahrhundert in die Gegenwart/Zukunft nach Kreuzberg transportiert. Nicht die alte Erbfehde beider Familien steht zwischen Romeo und Julia, vielmehr treffen nun zwei angeblich völlig verschiedene Kulturkreise aufeinander: Romeo ist ein türkischstämmiger Moslem der 3. Generation (Murat Seven) und Julia eine junge Deutsche aus christlichem Hause (Lavinia Wilson). Ihre Liebe, seit jeher unser Ideal, ist verbunden mit der Aufforderung an die Zuschauer, die seit Shakespeare nichts an seiner Dringlichkeit verloren hat: „Geht raus, stellt Euch den Konflikten und versucht das Unmögliche zu leben."

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds