BEAUTIFUL WORLD – FASHION PERFORMANCE VON ART POINT M
23. März 2007 / 19.30 Uhr / HAU 1
anschl. Konzert

1991 gründete die bildende Künstlerin Fanny Bouyagui die Gruppe Art Point M, beherbergt in einem alten Stofflager in Roubaix, ihrem Heimatort und nach eigenen Worten das „Detroit Frankreichs“. Ein Focus der gemeinsamen Arbeit von Künstlern verschiedener Genres, mehr Großfamilie als Kollektiv, entstand aus der Bewegung der elektronischen Musik. Die Gruppe tritt mittlerweile mit Installationen, Performances, Video-Präsentationen und elektronischer Musik. Der Platz der Frau in der Gesellschaft ist ein immer wiederkehrendes Motiv der Arbeiten von Art Point M, u.a. in den Fashion Performances, mit denen die Gruppe bekannt wurde. Kleidung wird zum Träger für gesellschaftliche Phänomene, für Mechanismen der Macht, Unterdrückung oder Zerstörung. So reiste die Gruppe 1999 nach Albanien, um dort inmitten des Krieges eine Modenschau zu veranstalten, auf der die Models in lumpenhafter Kleidung, einige als Barbie-Puppen gestylt, auftraten. „Der schlimmste Feind der Kunst ist der gute Geschmack“ lautet eine von Bouyaguis Leitformeln.
Auf Einladung des HAU konzipiert Art Point M in Berlin die Fashion Performance „Beautiful World“, die aktuelle Themen wie religiöse Toleranz, Suche nach Spiritualität und Rassismus umkreist. Die nicht zum Verkauf stehenden Entwürfe werden u.a. von Models aus Berlin präsentiert.

In Kooperation mit der Französischen Botschaft/Kulturabteilung/Bureau du Théâtre et de la Danse, CULTURESFRANCE und dem Institut Français Berlin. FRANCE EN SCÈNE wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.