BECKETT IN BERLIN 2000 IM HEBBEL-THEATER
Piccolo Teatro Mailand
Giorni felici (Glückliche Tage)

30.09., 01.10.
20.00
> »Wo waren Vladimir und Estragon während der dunklen Jahre des Widerstandes?«, fragte halblachend Bertolt Brecht am Ende eines langen Gesprächs über Beckett mit Giorgio Strehler. »Die Kenntnis und Bewunderung Brechts für Beckett hat mich wirklich überrascht.« Erst viel später wagte Strehler, sich an einem Stück Becketts zu messen. Nach der Premiere von »Giorni felici« im Jahre 1982 plante er »tutto Beckett« (den gesamten Beckett) an aufeinanderfolgenden Abenden zu spielen. Die Inszenierung mit Giulia Lazzarini blieb Strehlers einzige Inszenierung von Beckett, dem er sich immer »nah fühlte, als Schriftsteller, als Theatermensch, aber auch einfach als Mensch«.
La Stampa, 27.12.1989

Nach achtzehn Jahren zeigt Giulia Lazzarini in ihrer Interpretation (eine Wiederaufnahem durch den ehemaligen Mitarbeiter Strehlers Carlo Battistoni) noch stärker die Intention Strehlers: »Ich unterstreiche den Willen der Protagonistin zu leben, 'bis zum bitteren Ende', ohne ein Wort zuviel, aber mit einem starken Gestus.«

> »Where were Vladimir and Estragon during the dark years of resistance?« asked Bertolt Brecht, halflaughing at the end of a long discussion about Beckett with Giorgio Strehler. Strehler recalled, »Brecht’s knowledge and admiration of Beckett really surprised me.« Only much later did Strehler dare to take on one of Beckett’s plays himself. After the premiere of »Giorni felici« in 1982, he planned to put on »tutto Beckett« (all of Beckett’s works) on successive nights. The production with Giulia Lazzarini remained Strehler’s only production of Beckett, to whom he always »felt close as a writer, as a theater person, but also simply as a human being.«
La Stampa, 27.12.1989
Wiederaufnahme
in italienischer Sprache mit deutscher Übertitelung

Preisgruppe A
45 DM 40 DM 32 DM
Dauer 100 min
Regie GIORGIO STREHLER. CARLO BATTISTONI. Italienische Übersetzung CARLO FRUTTERO. Bühne EZIO FRIGERIO. Kostüme LUISA SPINATELLI. Musik FIORENZO CARPI. Mimik MARISE FLACH. Mit GIULIA LAZZARINI, ELIO VELLER.