FACE TO FACE mit Peeter Jalakas
Der Avantgardekünstler als sein eigener Unternehmer

16.06.
18.00

Wie sehen die kulturpolitischen Entwicklungen konkret aus, welche Prämissen folgt das zeitgenössische estnische Theater? Welchen Bezug zu der postkommunistischen Gesellschaft entwickeln die Künste? Wie gestalten sich überhaupt die gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen in Estland nach der “Wende”?



FACE TO FACE mit Künstlern aus Ost - und Mitteleuropa
Eine Veranstaltungsreihe des Hebbel-Theaters und des Künstlerhauses Bethanien.

Das Hebbel-Theater und das Künstlerhaus Bethanien engagieren sich seit Jahren mit ihren zahlreichen Projekten für die intensive Zusammenarbeit zwischen Berlin und den Ländern Mittel- und Osteuropas.
Die langjährigen Erfahrungen haben gezeigt, daß die fast 50jährige Teilung Europas tiefere Risse und mentale Spuren hinterlassen hat, als dass ein von der Politik und Wirtschaft gerne suggeriertes Tempo europäischer Einigungsprozesse in naher Zukunft Abhilfe schaffen könnte. Der Stand der Ungleich-zeitigkeit manifestiert sich eindrucksvoll im mangelndem Wissen über die jeweils unterschiedlichen historisch-gesellschaftlichen Entwicklungen und kulturellen Zusammenhänge. Diese Wissens- und Verständnisdefizite verursachen oft Indifferenz, Überforderung oder im Gegenzug die Bestätigung der überlieferten Klischees und Denkschablonen. Beides lässt sich besonders deutlich im wechselseitigen Umgang mit und der Rezeption von künstlerischen Arbeiten nachvollziehen.
Um diesen Defiziten entgegenzuwirken, hat das Hebbel-Theater gemeinsam mit den internationalen Regieseminaren für Film und Theater des Künstlerhauses Bethanien eine feste Gesprächs- und Präsentationsreihe ins Leben gerufen. Im Rahmen von FACE TO FACE sollen im Zusammenhang mit osteuropäischen Theatergastspielen im Hebbel-Theater und den internationalen Regieseminaren für Film und Theater, Regisseure und Künstler vorgestellt werden, sollen der kulturelle Zusammenhang ihrer Theaterarbeit und die jeweiligen gegenwärtigen kulturpolitischen und gesellschaflichen Ent-wicklungen ihrer Herkunftsländer der interessierten Berliner Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt werden.
Die Absicht dieser Reihe ist aber auch, die eingeladenen osteuropäischen Künstler stärker in einen Erfahrungsaustausch und ein Arbeitsgespräch mit Berliner Regisseuren, Künstlern und Publizisten zu bringen und FACE TO FACE als spannenden Begegungsort im Berliner Kulturleben zu etablieren.



Gesprächsleitung: Thomas Irmer, Redakteur der Zeitschrift "Theater der Zeit"

im Foyer des Hebbel-Theater, Eintritt frei



Peeter Jalakas ist Gründer und Leiter eines sehr erfolgreichen Zentrums für zeitgenössische Kunst in Tallinn, das er zu einem Modell eines modernen Kulturunternehmens entwickelt hat.



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