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Foto: Dejan Pranjkovic
Cleaning, babysitting, I help in the house – 7 Euro von God's Entertainment
Foto: Dejan Pranjkovic
Foto: Jürgen Fehrmann
Cleaning, babysitting, I help in the house – 7 Euro von God's Entertainment
Foto: Jürgen Fehrmann
Foto: Jürgen Fehrmann
Cleaning, babysitting, I help in the house – 7 Euro von God's Entertainment
Foto: Jürgen Fehrmann
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Logo des Hebbel am Ufer

God's Entertainment

Cleaning, babysitting,
I help in the house – 7 Euro

Scheißegal, was für ein Job, ich mache alles“ – alles, was Ilja an - bieten kann, ist die Kraft seines Körpers. Seine Arme zum Heben, seinen Rücken zum Schleppen, seine Hände zum Spülen. In Anlehnung an “Katzelmacher” verhandelt das Wiener Kollektiv God’s Entertainment die Figur und die soziale Situation des “Gastarbeiters”. Die Ängste, die Rainer Werner Fassbinder in seinem gleichnamigen Film anspricht, sind rund 45 Jahre später dieselben ge blieben. An die Stelle von Werktätigen aus Italien und der Türkei sind nun die illegalen Einwanderer getreten, die “den Deutschen” angeblich die Arbeit streitig machen. Europa, der ehemalige Hort des Wohlstands, der Chancen und der hohen Löhne, ist längst zur Festung geworden. Der Kontinent, der offiziell die Wahrung von Freiheit und Menschenrechten propagiert, steht vor einer zu kunftsweisenden Entscheidung. Die Errungenschaften eines jahrhundertelangen Prozesses der Migration drohen zu kippen. Wie auf dem Arbeiterstrich um 6 Uhr morgens, wird ab 20 Uhr abends zu Stückbeginn die Arbeitskraft angeboten, der Preis verhandelt, bis der Job erledigt und alles bezahlt ist. Das HAU wird zum Ort der (Ver)handlung zwischen den Arbeitern vom illegalen Markt und seinen Besuchern. Am nächsten Tag geht die Suche nach potentiellen Verdienstmöglichkeiten weiter. Wer jedoch dann an der Reihe ist, bleibt ungewiss, denn: “In seinem Lohn”, sagt Jürgen F., “unterbietet der Pole den Deutschen, der Ukrainer den Polen und der Rumäne den Ukrainer.”

Vergangene Termine
Dezember 2013
Deutsch und Englisch
Premiere am 18.12.2013
Koproduktion: God’s Entertainment und HAU Hebbel am Ufer.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.