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andcompany&Co.

Der (kommende) Aufstand nach Friedrich Schiller

"How do you squat an imaginary space within an imaginary context?" andcompany&Co. haben zusammen mit flämischen und niederländischen Theatermachern die Bühne besetzt, um den Opstand zu proben. Während der "Abfall der Niederlande von der spanischen Regierung" (Friedrich Schiller)die erste europäische Republik schuf, schrieben die Deutschen darüber Theaterstücke: Schillers "Don Carlos" und Goethes "Egmont" spielen genau in jener Zeit. andcompany&Co. rufen mit dem flämischen Theatermacher Joachim Robbrecht ein temporäres Transnationaltheater aus, das aktuelle politische Schriften wie "Der kommende Aufstand" und Aktionen der Occupy-Bewegung mit Szenen aus diesen klassischen Werken kurzschließt, in denen die Geschichte jener Freiheit beschworen wird, die vor 444 Jahren in den Niederlanden geboren wurde und dort heute zu Grabe getragen wird. Im historischen Kostüm vergangener Revolutionen betreten die Akteure die von ihnen besetzte Bühne: die Geuzen(‚Bettler’) sind zurück! Doch diesmal muss sich nicht nur Spaniens Statthalterin vor ihnen fürchten, sondern ganz Europa, denn was als Farce begann, könnte als Tragödie enden.

Die Veranstaltung "Phantasma und Politik #1"  beschäftigt sich mit dieser Produktion. Wie lassen sich aktuelle soziale Bewegungen wie Occupy im Theaterraum sichtbar und darstellbar machen? Muss das Theater die Distanz zur Wirklichkeit aufgeben, um angemessen auf eine als krisenhaft wahrgenommene gesellschaftliche Wirklichkeit reagieren zu können?
Teilnehmer der Diskussion werden sein: der Kunsttheoretiker Helmut Draxler, der Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann, der niederländische Medientheoretiker Geert Lovink und Alexander Karschnia von andcompany&Co. (27.02.2013, 20 Uhr / HAU1)
Vergangene Termine
Februar 2013
Deutsch, Englisch und Niederländisch mit deutschen Übertiteln
Regie:
andcompany&Co., (Karschnia/Nord/Sulimma) mit Joachim Robbrecht
Mit:
Rüdiger Hauffe, Alexander Karschnia, Simon Lenski, Joachim Robbrecht, Hartmut Schories, Sascha Sulimma, Vincent van der Valk, Reinier van Houdt, Ward Weemhoff&Co.
Text:
Alexander Karschnia, Nicola Nord, Joachim Robbrecht&Co.
Bühnenbild:
Jan Brokof&Co.
Kostüme:
Lisa Maline Busse&Co.
Musik:
Sascha Sulimma mit Simon Lenski, Reinier van Houdt&Co.
Lichtdesign:
Gregor Knüppel&Co.
Dramaturgie Oldenburgisches Staatstheater:
Jörg Vorhaben
Regieassistenz:
Thomas Renner
Bühnenbild-assistenz:
Julia Harttung
Technische Leitung:
Martin Kaffarnik
Ton:
Torsten Schwarzbach
Company Management:
Katja Sonnemann
Produktion: andcompany&Co., Oldenburgisches Staatstheater und Frascati (Amsterdam). Koproduktion: Forum Freies Theater (Düsseldorf) und Theater im Pumpenhaus (Münster). Gefördert vom Fonds Podiumskunsten NL, Kunststiftung NRW, Kultursekretariat NRW, Goethe-Institut Amsterdam.
Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kultusministerien der Länder.