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Foto: Gintersdorfer/Klaßen
Exorzieren statt Exerzieren von Gintersdorfer/Klaßen
Foto: Gintersdorfer/Klaßen
Foto: Knut Klaßen
Exorzieren statt Exerzieren von Gintersdorfer/Klaßen
Foto: Knut Klaßen
Foto: Knut Klaßen
Exorzieren statt Exerzieren von Gintersdorfer/Klaßen
Foto: Knut Klaßen
Foto: Knut Klaßen
Exorzieren statt Exerzieren von Gintersdorfer/Klaßen
Foto: Knut Klaßen
Foto: Knut Klaßen
Exorzieren statt Exerzieren von Gintersdorfer/Klaßen
Foto: Knut Klaßen
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Logo des Hebbel am Ufer

Gintersdorfer/Klaßen

Exorzieren statt Exerzieren

Das Wort 'puriger' ist eine Afrikanisierung des französischen Worts 'purger' und bedeutet soviel wie entleeren, jemandem ein Abführmittel geben. Die ivorischen Darsteller des Teams kennen diese Praktik genau: Man verpasst sich einen Einlauf mit Chilischoten und führt alles Schwerverdauliche ab. Gintersdorfer/Klaßen wenden das Puriger-Prinzip im übertragenen Sinn an: Was sich im Denken eingenistet und den Körper kontrolliert und deformiert hat, muss raus. Einige der Schmerzen gehen auf die vernichtende Kraft der Moderne zurück, die ihr fremde Konzepte zurückweist und als traditionell-zurückgeblieben brandmarkt. Die Postmoderne kann diese Denkweise nur bedingt aus den Köpfen treiben. Ein internationales Team aus Argentinien, USA, Deutschland und der Elfenbeinküste garantiert den Perspektivwechsel bei der Suche nach den psychisch-physischen Verkettungen. Jeder Performer hat individuelle Punkte, die kollektive Einschreibungen berühren. So wird beispielsweise die argentinische Tänzerin Cecilia Bengolea, zuletzt bei Tanz im August im HAU vertreten, die 'straight lines' einflussreicher Choreografen wie Merce Cunningham und Yvonne Rainer untersuchen, die ihre Sexualität im Tanz unsichtbar gemacht haben. Jede Heilung erfordert die nächste Heilung.         
Vergangene Termine
März 2015
Deutsch, Englisch, Französisch
100min
Mit
Cecilia Bengolea, Alexander Cephus, Gotta Depri, Hauke Heumann, Peter Ott, Eric Parfait Francis Taregue alias SKelly, Margarita Tsomou, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star
Regie / Konzept
Gintersdorfer/Klaßen
Premiere am 26.3.2015
Produktion: Gintersdorfer/Klaßen. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, FFT (Düsseldorf), Kampnagel (Hamburg). Gefördert durch den Fonds Darstellende Künst, den Kofinanzierungsfonds der Berliner Kulturverwaltung und die Rudolf Augstein Stiftung.