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Foto: Marcus Lieberenz

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Phantasma und Politik #8 – Die Kunst des Phantasmas

In ihrer achten Ausgabe lädt die diskursive Reihe Phantasma und Politik zu einer zweitägigen Konferenz. Die autonome Ästhetik wurde aus kritischer Perspektive vielfach als ideologisch abgelehnt, weil sie die konkreten Umstände und Bedingungen ihrer eigenen Entstehung ausblendete. Als Gegenreaktion war es für die avantgardistischen und antiästhetischen Ansätze wichtig, im Namen postdramatischer und institutionskritischer Praktiken die eigenen Praktiken offen zu legen. Gerade das aber erweist sich heute, im Rahmen der flexiblen Organisationsformen von Festivals, Biennalen und Projektkulturen, zunehmend als schwierig. Die reflexiven Formate selbst drohen ideologisch zu werden, weil auch sie die Umstände und Bedingungen, unter denen sie arbeiten, kaum mehr reflektieren können. Sie drohen auf ähnliche Weise hermetisch zu werden wie autonome Kunst, gegen die sie doch einst angetreten sind. Wenn weder eine Poetik der Autonomie noch die kritische oder aktivistische Praxis davor gefeit ist, phantasmatisch zu werden, wie könnte dann eine wahrhaft reflektierte Kunst aussehen? Auf dem Programm stehen Vorträge und performative Präsentationen von dem Philosophen Éric Alliez, der Psychoanalytikerin Mai Wegener, dem Kulturtheoretiker Diedrich Diederichsen und der Bildenden Künstlerin Andrea Fraser. Die Kunsthistorikerin Isabelle Graw und der Philosoph Christoph Menke werden diese Fragestellungen als Respondenten vertiefen.

Ablauf der Konferenz

Freitag, 6.6., ab 19 Uhr:
Einführung: Helmut Draxler
Lecture: Mai Wegener
Lecture: Andrea Fraser
Erwiderung: Isabelle Graw
Moderation: Helmut Draxler
 
Samstag, 7.6., ab 19 Uhr:
Einführung: Helmut Draxler
Lecture: Diedrich Diederichsen
Lecture: Éric Alliez
Erwiderung: Christoph Menke
Moderation: Helmut Draxler
Vergangene Termine
Juni 2014
Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Präsentiert im Kontext von House on Fire mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union.
Medienpartner: