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Foto: Marcus Lieberenz
Phantasma und Politik #6
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Phantasma und Politik #6

Kunst im öffentlichen Raum

mit Alice Creischer, Oliver Marchart, Simon Sheikh, Sarah Vanhee, Joanna Warsza u.a.
Moderation: Helmut Draxler

Der Begriff der Öffentlichkeit ist ein zentraler Bezugspunkt politischer Kunst, der gleich mehrere phantasmatische Vorstellungen zu beinhalten scheint. Er behauptet einen Rahmen, der es seinen Protagonisten erlaubt, die begrenzenden Strukturen bürgerlicher Institutionen zu überwinden. Und er verspricht eine Form der politischen Wirksamkeit, die der kontemplativen Rezeption ästhetischer Erfahrung diametral entgegen steht. Doch was ist Öffentlichkeit eigentlich? Handelt es sich um einen Raum, den wir gemeinsam teilen, in dem wir unsere private Existenz hinter uns lassen? Ist es eine Sphäre, in der wir an politischer Meinungsbildung und Entscheidungsprozessen unmittelbar teilhaben können? Oder lässt sich Öffentlichkeit als Ort verstehen, der nicht den Austauch von Gütern, sondern Meinungen von Privatleuten reguliert? Hier wäre das Private konstitutiv für das Öffentliche. Erst aus ihm heraus können Öffentlichkeitseffekte als grundsätzlich vermittelte sichtbar und wirksam werden. Die sechste Folge der diskursiven Reihe “Phantasma und Politik” beschäftigt sich mit Vorstellungen und Erfahrungen der “Public Sphere”, wie sie in politischen, künstlerischen und theoretischen Praktiken auf scheinen. In welchem Verhältnis stehen die strukturellen Bedingungen des eigenen Sprechens mit den Zielhorizonten von Projekten, die das Öffentliche anrufen? Wie lässt sich eine Auseinandersetzung mit Konzepten führen, die soziale Differenzen überspielen und uns letztlich von den Verstricktheiten in unsere privaten Existenzweisen erlösen wollen?
Vergangene Termine
April 2014
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Präsentiert im Kontext von House on Fire mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union.