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Ein Projekt zu realen Sehnsüchten und zum Begehren nach Relevanz in Theater, Kunst und Musik

Phantasma und Politik #0

Mit Marion von Osten und Hans-Werner Kroesinger

In nahezu allen Sparten der Kulturproduktion boomen derzeit Projekte, die ein Ungenügen daran empfinden, dem Bezugsrahmen des Ästhetischen verhaftet zu bleiben. Angesichts der vielfältigen Katastrophen an den Finanzmärkten und in der Weltpolitik wird der Ruf nach einer Kunst laut, die diese Entwicklungen nicht nur beschreibbar macht, sondern auch in eine als krisenhaft wahrgenommene “Wirklichkeit” eingreift. Symptomatisch für diese Sehnsucht nach dem Realen sind die aktuellen Ausgaben der Berlin Biennale und der documenta, das Interesse des Theaterbetriebs an Techniken des Dokumentarismus und des Aktivismus, aber auch die Wiederkehr des Protestsongs. Das HAU möchte den Ansprüchen, welche die Sphären der Kunst und der Politik aneinander stellen, auf die Spur kommen und Perspektiven erarbeiten, ob und wie sich der traditionelle Antagonismus von Autonomie und Engagement überwinden lässt. Gemeinsam mit dem Kunsttheoretiker Helmut Draxler wird eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe zum Thema konzipiert. Sie trägt den Titel “Phantasma und Politik” und soll ein Jahr lang den Spielbetrieb des Theaters diskursiv begleiten. In einer Pilotveranstaltung stellen wir unser Vorhaben zur Diskussion. Gesprächspartner an diesem Sonntagnachmittag sind die Künstlerin und Kunsttheoretikerin Marion von Osten sowie der Theaterregisseur Hans-Werner Kroesinger.
Vergangene Termine
Januar 2013