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Foto: Hahn Rowe
Supernatural von Simone Aughterlony, Antonija Livingstone & Hahn Rowe
Foto: Hahn Rowe
Foto: Jorge León
Supernatural von Simone Aughterlony, Antonija Livingstone & Hahn Rowe
Foto: Jorge León
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Logo des Hebbel am Ufer
Auf erhitztem pinken Terrain unter fluoreszierendem Himmel schlagen menschliche und nicht-menschliche Protagonisten für eine Nacht ihr Camp auf. Simone Aughterlony, Antonija Livingstone und Hahn Rowe eröffnen mit den Mitteln von Meditation und Choreografie einen neuen Blick auf Objekte und die immaterielle Welt. Die Umdeutung menschlicher Verhaltensmuster lässt beiläufig Aktivitäten entstehen, die Tanz sein oder wie Musik klingen könnten. “Supernatural“ schlägt eine Wildnis vor, in der verschiedenste Erscheinungen ohne metaphysische Hierarchie zusammenleben – die Schlagkraft der Klinge, die Haut, das Holz, das Seil, der Blick und alle Dinge, die uns umgeben, treffen liebevoll aufeinander und debattieren hitzig über die politische Ökologie der Dinge. Das queere Leben weiß, dass ein Spiel mit Maskeraden die Auflösung normativer Identitätsmuster zur Folge haben kann. In “Supernatural“ wird die Topographie von Genderwahrnehmung zerhackt. An ihre Stelle tritt eine verspielte Techno-Konstruktion von multiplen Körpern und Lüsten in Erscheinung. Bewegungs-Recherche oder postpornografische Spasspraktik? Wie auch immer man sich entscheidet: in “Supernatural“ treten Körper und ihre Begleitmaterialien in einen Austausch, der den Unterschied zwischen aufgeregt sein, aufregend sein und gemeinsamer Erregung nicht länger kennt.

Nach “Show and Tell“ und “After Life“ markiert “Supernatural” das Schlussstück von Simone Aughterlonys Trilogie über die Lebensgeschichte des Körpers.
Interview und Teaser
Vergangene Termine
März 2015
70 Min
Diese Produktion enthält explizite Szenen.
Von und mit
Simone Aughterlony, Antonija Livingstone, Hahn Rowe
Konzept
Simone Aughterlony
Klang
Hahn Rowe
Dramaturgische Beratung
Saša Božić, Jorge León
Kostüm
Antonija Livingstone, Judith Steinmann
Licht
Florian Bach
Technische Leitung
Ursula Degen
Produktionsleitung
Nicole Barras, Michael Nijs
Dank an
Vladimir Miller, Anna Mülter, Lucie Tuma, Tobaron Waxman
Produktion: Simone Aughterlony - Verein für allgemeines Wohl. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer , Gessnerallee (Zürich), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt), Theater (Freiburg). Gefördert durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN). Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags, die Stadt Zürich Kultur, den Kanton Zürich Fachstelle Kultur und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.