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Foto: Andreas Etter
Statue of Loss von Faustin Lnyekula
Foto: Andreas Etter
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Statue of Loss von Faustin Lnyekula
Foto: Andreas Etter
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Statue of Loss von Faustin Lnyekula
Foto: Andreas Etter
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Faustin Linyekula

Statue of Loss

Im Rahmen von "Return to Sender"

Was bleibt heute, 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, von den kongolesischen Soldaten, die in Afrika und Europa kämpften und starben? In seiner neusten Tanzperformance verfolgt Faustin Linyekula die Spuren der gefallenen afrikanischen Soldaten und beschäftigt sich mit dem Versuch eines Mannes, ein Monument für sie zu errichten. Verschiedene Dokumente geben den kongolesischen Soldaten, die für Belgien – ein Land, das sie zu Sklaven gemacht hatte – in den Krieg zogen, eine Geschichte, ein Gesicht, einen Namen.

Am 13. Oktober 1923 schrieb der Präsident der Kongolesischen Freiwilligen Firmin Leclercq an den Veteranen Paul Panda Farnana, einen der ersten Kongolesen, die einen Universtitätsabschluss in Belgien und Frankreich erworben hatten. In dem Brief antwortete Leclercq auf das Anliegen Farnanas, ein Monument für die unbekannten Kongolesischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs an der Flussmündung des Kongo zu errichten. Doch sieben Jahre später starb Farnana unter mysteriösen Umständen und sein Projekt wurde nie realisiert.

Kann man ihrer Opfer anders gedenken als mit dem Phantom eines Monuments, das nie errichtetet wurde, einem Stein, einem Denkmal des Verlusts, einem reinen Gerücht?   
Wir haben am Festival "Return to Sender" beteiligte Künstler gebeten, einen offenen Brief zu schreiben. Adressat und Inhalt waren frei wählbar. Faustin Linyekula schickte uns diese Audio-Datei.
Vergangene Termine
März 2015
45 Min
Künstlerische Leitung
Faustin Linyekula
Mit
Flamme Kapaya (Musiker), Faustin Linyekula
Video
Pathy Tshindele (Assistenz Okele Baya)
Produktion: Studios Kabako/Virginie Dupray. Koproduktion: Theaterformen Braunschweig-Hannover, LIFT  London, 14-18 NOW, WW1 Centenary Art Commissions.