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Schlaflose Nächte

Burkina Faso zwischen Kultur und Revolution

15.–19.11.2016 / HAU1, HAU2, HAU3

“Ich als zeitgenössischer Tänzer bleibe bei meiner Meinung, dass das Tanzen eine soziale und eine politische Handlung ist, und dass Künstler zu sein in einem weiteren Sinne bedeutet, für die Gesellschaft da zu sein.“ (Serge Aimé Coulibaly)

Der Herbst 2014 war ein bedeutender Moment in der jüngeren Geschichte von Burkina Faso. Blaise Compaoré, seit 27 Jahren Präsident des Landes, trat infolge eines zweitägigen Volksaufstandes zurück. Ein für Subsahara-Afrika einmaliges Ereignis, das eines gezeigt hat: Es gibt in Burkina Faso eine aktive Partizipation zivilgesellschaftlicher Gruppen bei der Organisation politischen Widerstands. Künstler*innen und Kulturschaffende spielten hierbei eine maßgebliche Rolle, viele von ihnen wiesen bereits lange im Vorfeld des Umbruchs auf gesellschaftliche und politische Missstände hin. Dabei stießen und stoßen insbesondere Tanz und Theater auf die Begeisterung derjenigen Bürger*innen, die von der Politik enttäuscht sind und Alternativen zu den bestehenden Systemen suchen, und ziehen auch über Burkina Faso hinaus die afrikanische Jugend in ihren Bann.

Das Festival “Schlaflose Nächte – Burkina Faso zwischen Kultur und Revolution“ beleuchtet diese so lebhafte burkinische Kulturszene. Es versteht sich als eine Plattform für die Auseinandersetzung mit den Tänzer*innen und Schauspieler*innen und ihren kreativen Prozessen, mit der Verbindung zwischen Kunst und sozialem Engagement. Die Künstler*innen sind zugleich Aktivist*innen, die aus der Kunst eine eigene Form der politischen und bürgerlichen Willensbildung machen. Die Stücke – fast ausnahmslos Deutschlandpremieren – behandeln Fragen der Meinungsfreiheit, der Menschenrechte und der kulturellen Vielfalt.

Kuratiert von Alex Moussa Sawadogo.

“Schlaflose Nächte / Burkina Faso zwischen Kultur und Revolution” ist ein Projekt von Kulturbrauerei e. V. in Zusammenarbeit mit HAU Hebbel am Ufer. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt durch: Institut Français, französisches Ministerium für Kultur und Kommunikation / DGCA, Goethe-Institut Burkina Faso und burkinisches Ministerium für Kultur und Tourismus. Medienpartner: AfricAvenir, africultures.