/
Logo des Hebbel am Ufer

Künstler*innen

A/B/C/D/E/F/G/H/I/J/K/L/M/N/O/P/Q/R/S/T/U/V/W/Y/Z/0 - 9

Dries Verhoeven

Dries Verhoeven, geboren 1976 in Oosterhout, Niederlande, ist Theatermacher und bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in Amsterdam und Berlin. Mit seinen Arbeiten, die sich an der Schnittstelle zwischen Theater und Installation bewegen, erzeugt er ein irritierendes Spannungsfeld zwischen Zuschauern und Performern, Alltagsrealität und Kunst. Sie fordern dazu auf, radikal andere Perspektiven auf Welt und Gesellschaft einzunehmen; die Zuschauer übernehmen eine aktive Rolle und das Theater wird als “total experience“ erlebt.

In “You Are Here” (2007), einer riesigen Hotel-Installation, bietet sich dem Besucher über eine 400m2 große Spiegeldecke der Blick auf das simultane Leben der anderen Besucher. In der barocken Totenmesse “The Funeral” (2014) werden die Zuschauer aufgefordert, Teile der neoliberalen Welt zu beerdigen. Dries Verhoevens neueste Arbeiten verorten sich in der Bildenden Kunst. Bei “Ceci n’est pas…” (2013) werden außergewöhnliche Persönlichkeiten in einem Glaskasten an öffentlichen Orten ausgestellt mit dem Ziel, eine offene Konfrontation mit Tabu-Themen zu bewirken, die normalerweise in der Öffentlichkeit entweder populistisch behandelt oder verschwiegen werden. In “Homo Desperatus” (2014), Verhoevens erster Arbeit in einem Museum, bevölkerten 70.000 Ameisen die Architekturmodelle aktueller menschlicher Katastrophen.

Die Arbeiten von Dries Verhoeven wurden auf Europäischen Festivals wie den Wiener Festwochen und dem London International Festival of Theatre (LIFT) präsentiert. Für seine Installation “You are here“ erhielt Dries Verhoeven im Jahr 2009 den “Young Directors Award“ der Salzburger Festspiele. Er arbeitete u.a. für das Schauspielhaus Bochum, Battersea Arts Centre London und die Münchner Kammerspiele. Das HAU Hebbel am Ufer hat bereits viele seiner Produktionen gezeigt, unter anderem die mit dem Mime Preis ausgezeichneten Projekte “You are Here“ und “No Man’s Land“. Zuletzt war er 2012 bei der “Weltausstellung“ mit “Fare Thee Well“ zu Gast, eine Installation, die den Zuschauern auf dem Tempelhofer Feld die Gelegenheit gab, Abschied von allem Alltäglichen zu nehmen. Die Produktion „Wanna Play? – Liebe in Zeiten von Grindr“ entsteht in Kooperation mit dem HAU Hebbel am Ufer im Rahmen der Reihe “Treffpunkte”.


Bisher
Wanna Play?