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Künstler*innen

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Flinntheater

Das Flinntheater wurde 1992 gegründet. Seit 2007 bilden Sophia und Lisa Stepf das Kernteam des Flinntheaters und produzieren gemeinsam mit unterschiedlichen Musiker_innen, Schauspieler_innen und Performer_innen in kleinen, professionellen Teams. Die Stücke sind transkulturell, multiperspektivisch und reflektieren die Spannung zwischen Heimatsehnsucht und globalisierter Arbeitswelt. Es entsteht eine Form von musikalischem Performance-Theater, das mit den Mitteln der (Live-) Musik, des Culture Clashs, Humor und schnellen Schnitten einen Ist-Zustand der Welt in einer digitalen Ästhetik befragt.
So entstanden „India Simulator™“ (2009) ein futuristisches Assessmentcenter mit Auftragstexten indischer Autor_innen, das 2011 den Publikumspreis der Hessischen Theatertage erhielt, Das „A-Casting“ (2011 in Koproduktion mit dem Hebbel an Ufer Berlin) mit Auftragstexten indischer Autoren für Schauspieler_innen mit Migrationsvordergrund, a small small world (2011)  ein Dokumentartheaterstück über den Flüchtling Hamidur R., was in Indien und Bangladesh produziert zum Zeitgeist Festival nach Washington und das Odyssee:Heimat Festival nach Bremerhaven eingeladen wurde.„The Power Play“ (2012), eine Meditation über Energie und Elektrizität, entstand in Koproduktion mit dem Lagos_Live Festival. C sharp C blunt (2013), ein Solo über das schizophrene Berufsleben indischer Performerinnen in der Entertainmentindustrie wurde in Indien produziert, der zweite Teil „Shilpa- The Indian Singer App“ (2013) lief in Berlin und Kassel und mit Krishna's Elite (2013) untersucht das Flinntheater in einem semi-dokumentarischen Format die Gedankenwelt der zukünftigen World Leader aus Indien.


Das Team:

Sophia Stepf wurde 1976 in Kassel geboren. Sie studierte Dramaturgie für Theater und Medien an der HMT Leipzig und an der York University Toronto. Sie arbeitete als Assistentin für internationale Theaterfestivals (Bonner Biennale 1998, 2000 und Theater der Welt 2005). Seit 2001 konzipiert sie regelmäßig Theaterprojekte und Fortbildungen in Indien, u.a. für das Goethe-Institut und gibt dort Theaterworkshops an Universitäten. Seit 2005 arbeitet sie als freie Dramaturgin u.a. bei den Wiener Festwochen 07, Linz 09, das Goethe-Institut Delhi und das interdisziplinäre Streichquartett Quartett PLUS 1. Seit 2007 ist sie künstlerische Leiterin des Flinntheaters. Von 2009 bis 2011 leitete sie die deutsch-indische Theaterpartnerschaft „Do I Know U?“ mit dem Schnawwl am Nationaltheater Mannheim/Ranga Shankara Bangalore. Sie schreibt für  theater heute über indisches Theater. Seit 2007 entwickelt sie gemeinsam mit Anja Schütze unter dem Label „Culture for Competence“ Diversity-Trainingsformate und gibt Fortbildungen in Bildung und Wirtschaft von Sachsen-Anhalt bis Indien. Sie ist Lehrbeauftragte für Interkulturelle Dramaturgie im Studiengang Dramaturgie an der HMT Leipzig und im Vorstand des ITI (Internationales Theaterinstitut) Deutschland.

Lisa Stepf
 wurde 1979 in Kassel geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim, Lüneburg und in Aix-en-Provence. Sie ist Performerin u.a. in zahlreichen Produktionen des Flinntheaters, am Stadttheater Aachen und Stadttheater Hildesheim. Seit 2006 lebt und arbeitet sie in Berlin u.a. für das Goethe-Institut, sowie von 2006 bis 2009 für das Radialsystem V. Dort leitete sie als Projektkuratorin das 10-tägige Festival Hybrid Arts Fest – Australia, das im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen 2009 stattfand. Als Cellistin hat sie 2005 das interdisziplinäre Streicher-Ensemble Quartett PLUS 1 gegründet und seitdem jährlich interdisziplinäre Produktionen konzipiert und als künstlerische Leitung durchgeführt. Außerdem hat sie u.a. CDs mit Apparat und Ellen Allien aufgenommen. Mit der Band Goja Mars ist sie Preisträgerin des Creole Weltmusikwettbewerbs 2009 (Hamburg/Schleswig-Holstein). Seit 2009 arbeitet sie auch als Yogalehrerin und ist 2010/2011 Stipendiation des EU-Pilotprojekts SPACE und der Masterclass on Music Education der Körber-Stiftung Hamburg. Seit 2012 kuratiert sie für das Ensemble Resonanz in Hamburg die neue Musikvermittlungsreihe OFFBEAT.

Konradin Kunze wurde 1977 in Freiburg geboren. Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover war er 2002 bis 2005 Ensemblemitglied des Theater Bremen/Moks. Mit der Gründung des Jungen Schauspielhauses wechselte er als Schauspieler nach Hamburg, wo auch seine ersten Inszenierungen entstanden. Seit 2009 ist er als freier Schauspieler, Autor und Regisseur tätig. Sein Stück „foreign angst“ wurde auf dem Heidelberger Stückemarkt und auf dem Stückemarkt des Theatertreffen in Berlin präsentiert und 2012 am Staatstheater Wiesbaden uraufgeführt. Neben seiner Theaterarbeit ist Konradin Kunze mit dem Filmkollektiv „la gamine volante“ als Animationsfilmer tätig. Für das Drehbuch „Die letzte Welt“ nach Christoph Ransmayr erhielt er den Deutschen Animationsdrehbuchpreis. Zuletzt entwickelte er „Hacking Luleå“ am Jungen Schauspielhaus Hamburg und führte Regie bei „Gelber Mond“ von David Greig am Theater Bremen, wo er auch sein neuestes Stück „Weißes Papier“ inszenieren wird. www.konradinkunze.de