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Helgard Haug

Helgard Haug hat in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft studiert und bildet seit 2000 ein Autoren-Regie-Team mit Daniel Wetzel und Stefan Kaegi. Ihre Arbeiten im Bereich Theater, Hörspiel, Film und Installation entstehen in Zweier- und Dreier-Konstellationen sowie solo.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. So erklären Haug / Kaegi / Wetzel eine Daimler Hauptversammlung zum Theaterstück oder inszenieren unter anderem in Berlin, Zürich, London, Melbourne, Kopenhagen oder San Diego mit hundert statistisch repräsentativ ausgewählten Bürgern 100% Stadt. In Berlin und Dresden entwickelten sie begehbare Stasi-Hörspiele. Zurzeit touren sie mit nigerianisch-europäischen Geschäftsleuten („Lagos Business Angels“), der querschnittsgelähmten MC Hallwachs („Qualitätskontrolle“ (Haug / Wetzel)) oder vertonen Städte für Zuschauerhorden mit 50 Kopfhörern („Remote X“ (Kaegi)).

Von ihren Stücken wurde „Shooting Bourbaki“ (2003) mit dem NRW-Impulse-Preis ausgezeichnet, „Deadline“ (2004) und „Wallenstein – eine dokumentarische Inszenierung“ (2006) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. „Mnemopark“ wurde mit dem Jurypreis beim Berliner Festival Politik im freien Theater (2005) ausgezeichnet und „Karl Marx: Das Kapital. Erster Band“ beim Festival Stücke07 sowohl den Publikumspreis als auch den Mülheimer Dramatiker Preis 2007.

Im November 2007 erhielten Haug, Kaegi, Wetzel einen Sonderpreis des Deutschen Theaterpreises Der Faust, im April 2008 wurde ihnen in Thessaloniki der Europäische Theaterpreis in der Kategorie Neue Realitäten verliehen. 2008 erhielten sie den Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“. 2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet.


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