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Künstler*innen

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Raimund Hoghe

Raimund Hoghe, geboren in Wuppertal, verfasste zunächst Porträts von Außenseitern und Prominenten, die in "Die Zeit" erschienen und auch in mehreren Büchern zusammengefasst wurden. 1980 - 90 arbeitete er als Dramaturg für das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, über das er auch zwei Bücher schrieb.
Seit 1989 entwickelt er eigene Theaterarbeiten für verschiedene Tänzer und Schauspieler. 1992 begann seine Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler Luca Giacomo Schulte, der bis heute sein künstlerischer Mitarbeiter ist. 1994 realisierte er das erste Solo für sich "Meinwärts", dem "Chambre séparée" (1997) und "Another Dream" (2000) als Trilogie über das vergangene Jahrhundert folgten. Seit 2002, erarbeitet Raimund Hoghe auch Gruppenstücke : "Sarah, Vincent et moi" (2002), "Young People, Old Voices" (2002), "Tanzgeschichten" (2003), "Swan Lake,4 Acts" (2005), und das Duo "Sacre - The Rite of the Sprin" (2004) mit Lorenzo De Brabandere.
2007 entwickelte er mit "36, Avenue Georges Mandel" wieder eine Soloarbeit. Sie wurde in Seoul produziert und beim Festivals d'Avignon aufgeführt. Mit "Boléro Variations" von 2007 (Produktion Centre Pompidou / Festival d'Automne in Paris) und dem Solo "L'Après-midi" für den Tänzer Emmanuel Eggermont zur Claude Debussys "Prélude à l’Après-midi d’un faune" und Gustav Mahlers "Lieder" (Produktion von Festival Montpellier Danse 2008 / Théâtre du Hangar) führt Raimund Hoghe seine Beschäftigung mit klassischen und historischen Tanzstücken weiter.
Neben seiner Theaterarbeit arbeitete Raimund Hoghe vielfach für das Fernsehen und realisierte u.a. 1997 im Auftrag des WDR ein einstündiges Selbstportrait: "Der Buckel". Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, mit seinen Stücken gastierte er in verschiedenen Ländern Europas, Nord- und Südamerika, Asien und Australien.
Er lebt in Düsseldorf und hat zahlreiche Preise erhalten, darunter 2001 den "Deutschen Produzentenpreis für Choreografie". 2006 erhielt er den "Prix de la critique Francaise" für "Swan Lake, 4 Acts" in der Kategorie "Beste ausländische Produktion". 2008 wurde Raimund Hoghe in der Kritiker-Umfrage der Zeitschrift "ballet-tanz" zum "Tänzer des Jahres" ernannt.