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Jacques Rancière

Jacques Rancière ist emeritierter Professor für Philosophie und Kunsttheorie an der Universität Paris VIII. Er studierte bei Louis Althusser und war an dessen Werk „Das Kapital lesen“ beteiligt, aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der französischen Studentenunruhen, kam es jedoch zu einem Bruch in der Zusammenarbeit. Jacques Rancières’ Hauptwerke „La Nuit des prolétaires“ (1981, „Die Nacht der Proletarier. Archive des Arbeitertraums“), „Aux bords de la politique“ (1990) und „Les Noms de l’Histoire“ (1992, „Die Namen der Geschichte“) formulieren sein Anliegen nach einer Neubestimmung ideologischer und sozialer Grundvoraussetzungen der politischen Philosophie. Mit „Le Maître ignorant“ (1987, „Der unwissende Lehrmeister“) relativiert er die Wissenshierarchie von Schüler und Intellektuellen anhand demokratischer Grundsätze. In seiner Arbeit zur Ästhetik widmet Ranciere sich dem Verhältnis von Kunst und Politik, so bezieht er in „Le Spectateur Émancipé“ (2008, „Der emanzipierte Zuschauer“) seinen Emanzipationsbegriff auf ein gleichberechtigtes Verhältnis zwischen Künstler und Zuschauer oder formuliert in „Le Partage du sensible. Esthétique et politique“ (2008, Die Aufteilung des Sinnlichen. Ästhetik und Politik) Ästhetik und Politik als unterschiedliche Formen der Gemeinschaft. Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Aufsätze zur Filmkunst; siehe die Sammlung: „Und das Kino geht weiter“, 2012)