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Ata Kak

Ata Kak ist die geheimnisvolle Ikone der ghanaischen Elektronik-/Rap-/Highlife-Szene und sollte zur Initialzündung für das Phänomen der Awesome Tapes from Africa werden. Als Ata Kak 1994 sein eigenproduziertes Obaa-Sima-Tape herausbrachte, stieß er in Ghana noch auf taube Ohren, doch acht Jahre später fiel die Kassette an einem Straßenstand in Cape Coast, Ghana, zufällig dem amerikanischen Musikethnologen Brian Shimkovitz in die Hände. Begeistert startete er den Blog “Awesome Tapes from Africa“ und schrieb in seinem ersten Post: “Einfach großartig. Der Song heißt Moma Yendodo. So etwas hast du noch nie gehört. Und auch in Ghana hört niemand diesen wilden, abgedrehten Rap-Irrsinn.“ Die Musik ist eine Mischung aus Highlife, auf Twi gerappten Texten, Funk, Hip-Hop und Elektronik. Echos der internationalen Popmusik finden sich ebenso wie Einflüsse der ghanaischen Musik der Zeit. Obaa Sima verbindet die schwüle Leidenschaft einer Prince-Aufnahme mit dem Lo-fi-Charme der frühen Chicago-Housemusic. Durch den ausgelassenen Soul und die beiläufige Eleganz der Kassette stieg der mysteriöse Ata Kak zur Underground-Internet-Sensation und weltweitem Partyhit auf. Shimkovitz suchte mehr als zehn Jahre nach dem Sänger, bis er ihn schließlich fand und im März 2015 die Aufnahmen auf seinem Label veröffentlichte.