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Künstler*innen

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Renzo Martens

Der niederländische Künstler Renzo Martens lebt in Brüssel, studierte bis 1996 an der Rietveld Academy und schloss 2000 ein Masterstudium der Kulturwissenschaft an der Freien Universität von Brüssel ab. Zuletzt fanden Präsentationen und Ausstellungen seiner Arbeit in der Tate Modern (London), dem Centre Pompidou (Paris), dem Stedelijk Museum (Amsterdam) und dem Van Abbemuseum (Eindhoven) statt. Der erste Film einer Serie, „Episode1“ (2003), dokumentiert Martens’ illegale Reise in das Kriegsgebiet von Tschetschenien.
“Enjoy Poverty" (2008) wurde auf der 6. Berlin Biennale 2010 präsentiert.
2010 gründete Renzo Martens das Institute for Human Activities, das ein fünfjähriges „Gentrifizierungsprogramm“ in der Demokratischen Republik Kongo durchführen möchte. Das Eröffnungsseminar wurde in der Zusammenarbeit mit dem Van Abbemuseum (Eindhoven), dem niederländischen öffentlich-rechtlichen Sender VPRO und der 7. Berlin Biennale organisiert.
Seit nunmehr fast einem Jahrzehnt arbeitet Renzo Martins an einer Filmreihe, die dem Einfluss von Kameras in politisch unruhigen Gebieten nachgeht. Mithilfe von Elementen der Performance und der Satire schafft er Metafilme, die Fragen zum Journalismus und zu Dokumentationen aufwerfen. Grundlage ist dabei die Beobachtung, dass „künstlerische Interventionen“ an Orten wie Kongo, Peru oder der Pariser Banlieue fast ausschließlich symbolische Bedeutung haben.