/
Logo des Hebbel am Ufer

Künstler*innen

A/B/C/D/E/F/G/H/I/J/K/L/M/N/O/P/Q/R/S/T/U/V/W/Y/Z/0 - 9

Rimini Protokoll

Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel haben am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft studiert und arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen unter dem Label Rimini Protokoll. Sie gelten als die "Protagonisten und Begründer eines neuen Reality Trends auf den Bühnen" (Theater der Zeit), der die junge Theaterszene geprägt hat. Die Arbeiten finden in der bunten Zone zwischen Realität und Fiktion statt und haben international Aufmerksamkeit erregt. Seit 2000 entwickeln sie auf der Bühne und im Stadtraum ihr Experten-Theater, das nicht Laien sondern Experten des Alltags ins Zentrum stellt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. Den Proben zu den Stücken gehen umfangreiche Recherche- und Casting- und Konzeptionsprozesse voraus, die ca. 2/3 des Arbeitsprozesses ausmachen.
Seit 2004 haben Rimini Protokoll im HAU Hebbel am Ufer ein Büro und damit Berlin zur Ersten Adresse ihrer internationalen Theaterarbeit gemacht. Von ihren Stücken wurde "Shooting Bourbaki" 2003 mit dem NRW-Impulse-Preis ausgezeichnet, "Deadline" (2004) und "Wallenstein – eine dokumentarische Inszenierung" (2006) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen, Schwarzenbergplatz 2005 für den Österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. "Mnemopark" wurde mit dem Jurypreis beim Berliner "Festival Politik im freien Theater" 2005 ausgezeichnet und "Karl Marx: Das Kapital. Erster Band" (Haug / Wetzel) gewann 2007 beim Festival Stücke07 sowohl den Publikumspreis als auch den Mülheimer Dramatiker Preis 2007. Im November 2007 erhielten Haug, Kaegi, Wetzel einen Sonderpreis des Deutschen Theaterpreises DER FAUST, im April 2008 wurde ihnen in Thessaloniki der Europäische Theaterpreis in der Kategorie Neue Realitäten verliehen. 2008 erhielten Haug/Wetzel den Hörspielpreis der Kriegsblinden für Karl Marx: Das Kapital, Erster Band (nominiert war ebenfalls Peymannbeschimpfung) "Call Cutta in a box" wurde mit einer Honorary Mention beim Prix Ars Electronica 09 (International Competition for Cyber Arts) in der Kategorie Interactive Art ausgezeichnet.
2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwe der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet.