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Künstler*innen

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She She Pop

She She Pop ist ein Performance-Kollektiv, das in den 90er Jahren am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft gegründet wurde. Mitglieder sind Sebastian Bark, Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou und Berit Stumpf. Geschäftsführerin ist Elke Weber. Die Mitglieder der Gruppe sind in der Mehrzahl Frauen und arbeiten im Kollektiv. Die Performer*innen verstehen sich als Autor*innen, Dramaturg*innen und Ausführende ihrer Bühnenhandlung. Das Einbeziehen der eigenen Autobiografie ist dabei vor allem Methode, nicht Zweck der Arbeit. Daraus entsteht eine Theaterform, die dem Experiment verpflichtet ist. Die Bühne ist immer ein Ort der akuten Öffentlichkeit. Hier werden Entscheidungen getroffen, Gesprächsweisen und Gesellschaftssysteme ausprobiert, Sprech-Gesten und soziale Rituale einstudiert oder verworfen. She She Pop sehen ihre Aufgabe in der Suche nach den gesellschaftlichen Grenzen der Kommunikation – und in deren gezielter und kunstvoller Überschreitung im Schutzraum des Theaters. Das Theater wird zu einem Raum für utopische Kommunikation. Auch das Publikum erhält häufig eine konkrete Zuschreibung und eine besonderen Funktion: Sämtliche Arbeiten von She She Pop sind auf ihre Weise Experimente oder Beweisführungen, die ohne Zeugenschaft ungültig würden. Neben dem Gruppenportrait “7 Schwestern” (2011) zählen zu den Produktionen der Gruppe “She She P. ist die Marquise von O.” (2011) und “Schubladen” (2012). 2010 erhielten sie den Preis “Wild-Card” des Festivals Favoriten für ihre Lear-Adaption “Testament”, sowie 2011 den Preis des Goethe-Instituts beim Festival Impulse. Neben “Ende” sind “Schubladen” und “Frühlingsopfer” ihre letzten Inszenierungen, die am HAU Hebbel am Ufer Premiere hatten. Die beiden zuletzt genannten stehen im HAU Hebbel am Ufer regelmäßig auf dem Spielplan.