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Künstler*innen

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Showcase Beat Le Mot

Das vierköpfige Performancekollektiv Showcase Beat Le Mot gründete sich 1997 aus den Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen heraus. Seit ihrer Gründung arbeitet die Gruppe in verschiedenen künstlerischen Tätigkeitsfeldern, neben dem Theater auch in Musik, TV, Musikvideos, bildender Kunst, Literatur, Wissenschaft und Veranstaltungsorganisation und gilt dabei als eine der international relevanten zeitgenössischen Performance-Theatergruppen.

In ihren Produktionen feiern sie das Leben der Piraten („Piraten!“, 2003, „EUROPIRAADID“, 2006) oder schicken in ihrer Manga-Serie „Gomune“ (2003/2004) einen einsamen Shogun auf einen blutigen Kreuzzug durch das mythische Japan. In „Vote Zombi Andy Beuyz“ (2008) lassen sie die Zombies der Kunstgeschichte auferstehen, als Wiedertäufer machen sie in „1534“ (2010) das frühneuzeitliche Münster unsicher und als Bremer Stadtmusikanten schlagen sie sich in den Räuber-Wald (2010). Zuletzt sind entstanden: „Paris 1871 Bonjour Commune“ (2010), „Alles“ (2011) „The Happy Ending of Franz Kafka´s Castle“ (2012). Unter der Hand erzählen diese Außenseiterfantasien immer auch vom Leben einer freien Theatergruppe, die sich den Gesetzen des Stadttheaterapparats entziehen will: Sie erzählen vom Streben nach Selbstbestimmung, nach kollektiver Willensbildung und hierarchiefreien Arbeitsprozessen – und von der Lust an unkonventionellen Handlungs- und Ausdrucksformen.

Seit 2007 arbeiten Showcase Beat Le Mot auch für das Kinder- und Jugendtheater an der Parkaue in Berlin. Mit „Der Räuber Hotzenplotz“ schufen sie hier eine der bemerkenswertesten Performancearbeiten für die Altersgruppe ab 6 Jahren. Die Inszenierung wurde zum Kinder- und Jugendtheatertreffen „Augenblick mal!“ 2009 eingeladen und erhielt beim Theatertreffen der Freien Szene „Impulse“ 2007 den Preis des Goethe-Instituts.