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James Brown Was A Druid von De Shits
Foto: De Shits
Meet me as a Stranger von Andriana Seecker und Axel “Micky“ Schiffler
Foto: Karoliina Paasonen
LIGHTBEAT von Dani meets Sara with I can see sound
Foto: Pascal Miet
“all dogs must be muzzled“ von Ewa Dziarnowska / Patrik Kelemen
Foto: Ewa Dziarnowska und Patrik Kelemen
von EXTIMO / Philippe Rives

Foto: EXTIMO
High Time von Joseph Campbell
Foto: Joseph Campbell
Image von Natalie Reckert
Foto: Simon Richardson
Dolphin Who Loved Me von Szpecht / Adamczak
Foto: Karolina Mełnicka
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Logo des Hebbel am Ufer

HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle und Ballhaus Ost präsentieren

100° Berlin Festival 2015

Das 12. lange Wochenende des freien Theaters

Mit über 120 Vorstellungen aus Theater, Tanz und Performance an drei Orten in der Stadt lädt das 100° Berlin Festival vom 26. Februar bis 1. März zu einem viertägigen Bühnenmarathon ein. Mit der diesjährigen Ausgabe geht das 100° Berlin Festival in die letzte Runde. Zwölf Jahre lang spiegelte es im HAU Hebbel am Ufer, in den SOPHIENSÆLEN, zwischenzeitlich im Theaterdiscounter und zuletzt auch im Ballhaus Ost die große Bandbreite der frei arbeitenden Theater- und Performancekünstler dieser Stadt wider. In den letzten Jahren hat sich jedoch nicht nur die Stadt Berlin, sondern auch die Freie Szene enorm verändert und entwickelt. Dieser neuen Situation wollen wir Rechnung tragen. Gemeinsam mit dem LAFT – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V. und im Dialog mit verschiedenen Spielstätten, Akteuren und dem Kultur- und Wirtschaftssenat Berlins etablieren wir ab Frühjahr 2016 ein neues Festivalformat, das der veränderten Situation gerecht werden soll.

Doch zunächst kommen wir ein letztes Mal zusammen, um die Vielfalt der Freien Szene beim 100° Berlin zu feiern. Neben dem HAU Hebbel am Ufer und den SOPHIENSÆLEN ist zum zweiten Mal auch das Ballhaus Ost Spielstätte des Festivals. Alle drei Häuser öffnen ihre Bühnen, Foyers, Garderoben, Keller und Höfe für Aufführungen im Stundentakt. Im HAU Hebbel am Ufer bildet der Besuch eines Disney-Freizeitparks das Setting für eine Reise des Kollektivs Ruby Thomas quer durch Europa. Auf spielerische Weise thematisiert auch die Aufführung A place of fantasy and make-believe unsere Vorstellungen von Europa. In dieser interaktiven Performance werden vor allem die stattfindenden Ausgrenzungen durch Grenzziehungen thematisiert. Die Gruppe Errorszenarien setzt eine Pflanze einer lebensbedrohlichen Situation aus und macht ihre Entwicklung für die Zuschauer hörbar. In ihrem Projekt Follow the plant dying wird das vermeintliche „Dahinvegetieren“ in eine symphonische Komposition übersetzt.

Die Inszenierung Don’t kill this messenger! kombiniert Storytelling, Nachrichtenshow, Tanzperformance und Konzert miteinander. Gregor Glogowski / Johanes van Bebber / Maria Tsitroudi sind Boten aufgezeichneter Medienberichte und entwickeln eine musikalische und choreografische Komposition. Andriana Seecker und Axel „Micky“ Schiffler suchen in Meet me as a stranger eine gemeinsame künstlerische Sprache und lassen ihre verschiedenen Bewegungstechniken von zeitgenössischen Tanz und Breakdance aufeinander treffen. Nach einer gemeinsamen Sprache fragen auch Szpecht / Adamczak in ihrer Performance Dolphin_who_loved_me. Sie verwenden Forschungsergebnisse, die die Fähigkeit von Delphinen zu sprechen untersuchen und setzen sich unter Verwendung von Tondokumenten mit intimen Beziehungen zwischen Mensch und Delphin auseinander. 

António Onio lässt sich in dem Body Concert Divocean in die Musik fallen: Er schwitzt, singt und erzeugt durch musikalische Mantras eine tiefgründige Dimension körperlicher Sinneswahrnehmung. In dem Solo Extended fragt Michael Shapira unter Verwendung von Objekten, Sprache und Musik nach persönlichen und kollektiven Erzählungen und thematisiert die gemeinsame Urheberschaft von Performern und Publikum. Auch Paula Rosolen widmet sich in ihrer Tanzinszenierung den Themen Erinnerung und Autorschaft. In Die Farce der Suche – Ein Solo von und über Renate Schottelius (2010) hinterfragt sie, wie Archiv-Dokumente über eine Verwendung auf der Bühne ins Gedächtnis des Publikums aufgenommen werden.

Unter dem Titel "100° Spirit" sind in diesem Jahr Programmpunkte gesammelt, die das Publikum zu besonderen, erholsamen Formaten einladen. Sie bieten den Zuschauern die Möglichkeit, ihren vom Festivalmarathon müden Kopf in Installationen und persönlichen Aufführungen zu  erfrischen. All jene Programmpunkte sind mit einem „Yin-Yang-Symbol“ gekennzeichnet. Ein Beispiel dafür ist die performative Installation **better triggers** von ASMR yourself Agency. Das Kollektiv arbeitet mit so genannten Live-ASMR-Triggern, die über verschiedene Reize unsere Sinne stimulieren.

Außerdem sind Videoarbeiten und Installationen zu sehen, die Mitternachtssprecher Matthias Dell, Sebastian Matthias, Anna Fries, Sandra Umathum, Nadine Vollmer, Stefan Kaegi, Damian Rebgetz und Anna Mülter kommentieren das Gesehene und eine fachkundige Jury kürt die Gewinner, die im Rahmen des Best of 100° am 30. und 31. März nochmals im HAU Hebbel am Ufer zu sehen sein werden. Redakteure der UdK Berlin begleiten das Festival im Blog 100Wort mit Kritiken, Backstage-Reportagen, Interviews und Essays.
Die Partys im Überblick:
 
Do 26.2., 00:30 / WAU
100° Eröffnungsparty
Elektrokonzert mit <hundhaar> und Party mit DJ Team vom HEY Musikblog

Fr 27.2., 00:30 / WAU
100° Party
mit Ravechannel

Sa 28.2., 00:30 / WAU
100° Party
mit DJ Paul Dunca

So 1.3., 23:30 / HAU2
100° Preisverleihung mit Paul Dunca
anschließend / WAU
100° Abschlussparty
mit andco.-Soundsystem (live) und DJ Sascha Sulimma & Tatiana Saphir aka DJ Obstsalat
Kontakt
Susanne Schuster
100° Berlin Festival Produktion / HAU
Tel (0)30.25 9004 81
E-Mail 100grad@hebbel-am-ufer.de
Im HAU
Februar 2015, März 2015
Die Berlin Diagonale bietet Kuratoren im Rahmen des 100° Berlin Festivals ein speziell zugeschnittenes Angebot.
Eine Veranstaltung von HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle und Ballhaus Ost. Medienpartner: Theater Heute.