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Adequatetheatre „vKube“CollectiveUnconscious
Foto: Melina Cinq-Mars
Nebahat Erpolat & Company
emptyingthebuCKET
Foto: Melina Cinq-Mars
Foto: Anja Winterhalter
Jenny Elena Reske
Rudolph Horst
Foto: Anja Winterhalter
Foto: Paula Reissig
cobratheater.cobra
马马虎虎 – Ma Ma Hu Hu
Foto: Paula Reissig
Jakob Weiss
ZUSAMMENSTOSS
Foto: Eva Schönfeld
360 Grad (CIE. KREIS)
kein nullpunkt nie 3-4
Foto: Eva Schönfeld
Foto: Johannes Dietschi
Andresen / Panther/ Lauch
LULU – Ein Stück Begehren.
Foto: Johannes Dietschi
Foto: Sabrina Strehl
Katertheater
Missing Alice
Foto: Sabrina Strehl
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Logo des Hebbel am Ufer

100° Berlin 2013

Aufführungen im Stundentakt

100° Berlin feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum! Erneut öffnen das HAU und die Sophiensæle ihre Bühnen für einen viertägigen Marathon mit Aufführungen im Stundentakt. Es wird eine berühmt-berüchtigte Mischung aus Performance, Schauspiel, Musiktheater, performativen Lesungen und Tanzprojekten von bekannten Künstlern und noch zu entdeckenden Talenten präsentiert.
Am HAU Hebbel am Ufer laden unter anderen MERCIMAX zu ihrer performativen Installation coffee&prejudice. In einer One-on-One-Situation werden die Zuschauer herausgefordert ihre eigene Urteilskraft zu testen. Wie viel  Information braucht es, bis eine Person verdächtig erscheint und welche Umstände bilden das Urteil des Zuschauers?
Miriam Jakob vergleicht in ihrer Performance Friday, 1.23.1915 [sic] 'as usual, sorry that I do not always' die inneren Konflikte des Anthropologen und einer Performerin. Jakob ist inspiriert von Tagebüchern des Wissenschaftlers Bronislaw Malinowski, die ihn als zweifelhafte und hypochondrische Person entlarven, gefangen zwischen seinen Erwartungen, selbstdisziplinarischen Maßnahmen und unvermeidlichem Scheitern.  
Und was heißt es, wenn ein geflügeltes Cartoonpony die großen linken Symbole des 19. und 20. Jahrhunderts ersetzt? Ist das noch Nerdtum oder schon Anarchie? Jörg Albrecht /Gerhild Steinbuch zeigen in FRIENDSHIP IS– Ein Diavortrag über Ponyville, in Kostümen welche Utopien noch auf uns warten. Oder sind sie längst da?
"It's more important to be human, than to have good taste" -  ONE IS ALMOST NEVER heißt die Performance von Elpida Orfanidou, die sich dem Fehlerhaften und Unfertigen widmet. Traditionelle Klänge, atmosphärische Tänze und gewöhnliche Objekte werden zu einer tragisch-komischen Performance versponnen.
In seiner Arbeit Further Studies Towards Another Miraculous (Still under construction) beschäftigt sich Frank Willens mit der genuinen Präsenz des Performers auf der Bühne. Was passiert, wenn er mit jeder Zelle seines Seins, jedem Kern seines Könnens, jeder Erfahrung - also mit allem, was sein Wesen ausmacht - eine leere Bühne betritt?
Die Frage, wie Performer als Subjekte dem Publikum gegenübertreten, beschäftigt auch cobratheater.cobra in ihrem Stück 马马 虎虎 - Ma Ma Hu Hu. Sie kämpfen, tanzen, träumen und spielen mit den Strategien der Verführung.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige musikalische Produktionen. Die Musikerin Christine Hasler erzählt in ihrem Singer-/Songwriter-Projekt Lia Sells Fish ihre ganz eigene Geschichte zwischen Liedern, Selbstdarstellung und ehrlicher Kunst. ICH – ein polyphrenischer Musiktheaterabend von dem Pianist Panagiotis Iliopoulos ist eine Polyphonie aus Klang, Geräusch, Rhythmus, Wort und theatralischer Aktion für einen Pianist / Performer und einen Beobachter über Multitasking und die Anforderungen an den modernen Menschen. Außerdem wird Jakob Weiß auf Grundlage eines Librettos von Kurt Schwitters ZUSAMMENSTOSS - Voraussichtlich Groteske Oper für den Weltuntergang zeigen.
Außerdem wird es in diesem Jahr eine Kooperation mit Mitglieder des Studiengangs für Szenisches Schreiben der UdK geben. Am HAU werden unter anderem Bühnenstücke von Bonn Park, Michel Decar, Thomas Köck und Heidi Fuchs gezeigt. Als Rahmenprogramm werden die Studierenden außerdem verschiedene Lesungsformate, Hörstationen und performative Textinstallationen einrichten, so dass sich rund um das 100° ein Wortgeflecht spinnt.
Im Rahmenprogramm fassen die Mitternachtssprecher ihre Erlebnisse des Tages zusammen. Der LAFT wird mit einem Beratungsangebot auf dem Festival vertreten sein und Studierende des Fachs Kulturjournalismus werden die Festivalzeitung 100Wort gestalten. Am Ende des Festivals kürt eine Fachjury aus jungen Festivalmachern die Preisträger, die ihre Produktionen dann beim Best of 100° am 16. und 17. März noch einmal im HAU zeigen. Nach dem täglichen Theatermarathon wird natürlich bis in den frühen Morgen gefeiert und getanzt. Dabei werden im WAU unter anderem The Micronaut,  Swam:Thing, pdee oder auch SpatzHabibi die Nächte einheizen. 100° bedeutet vier Tage Ausnahmezustand.

Vergangene Termine
Februar 2013
Eine Veranstaltung von Sophiensæle und HAU Hebbel am Ufer.