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Foto: Marcus Lieberenz

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Phantasma und Politik #3

Renzo Martens on the Institute for Human Activities

Die in Zusammenarbeit mit Helmut Draxler entstandene diskursive Reihe “Phantasma und Politik” will den realen Sehnsüchten und dem Begehren nach Relevanz in der aktuellen Kulturproduktion auf die Spur kommen.

 In der ersten Folge der neuen Spielzeit ist Renzo Martens zu Gast. Seine pseudo-dokumentarischen Filme arbeiten mit den Gestaltungsmitteln der Performance und der Satire und werfen grundlegende Fragen nach den Funktionsweisen von Journalismus und Bildmedien im Hinblick auf unseren Umgang mit der sogenannten “Dritten Welt” auf. Sein 2008 in der Demokratischen Republik Kongo entstandener Film »Episode 3 - Enjoy Poverty«, formulierte eine scharfe Polemik gegen künstlerische Projekte mit humanitärem Anspruch, die Missstände in Krisengebieten aufdecken wollen, aber selber nur unzureichend darüber nachdenken, wer eigentlich daraus den Profit zieht. 

Im Rahmen von “Phantasma und Politik” stellt der niederländische Künstler nun das im vergangenen Jahr gegründete Institute for Human Activities vor. Die Organisation mit Sitz in Kinshasa, Brüssel und Amsterdam verfolgt das Ziel, das kritische Mandat der Kunst auf seine Voraussetzungen und Komplizenschaften hin zu beleuchten. Konkret möchte das Institut in Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo einen Gentrifizierungsprozess einleiten, der durch künstlerische Ausbildungsprogramme eingeleitet wird. Menschen vor Ort sollen in die Lage versetzt werden, handlungsfähig zu werden und an der globalen Zirkulation von kulturellem und finanziellem Kapital teilzuhaben.

Im Anschluss an seine Präsentation diskutiert Renzo Martens mit den Kunsttheoretikerinnen Sabeth Buchmann und Helmut Draxler.

Foto: Marcus Lieberenz
Vergangene Termine
September 2013
Englisch
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft des Königreichs der Niederlande. Präsentiert im Kontext von House on Fire mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union.