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Foto: Heinrich Voelkel
Space Refugee von Halil Altındere
Foto: Heinrich Voelkel
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15. September – 6. November 2016

Eröffnung: Mittwoch, 14. September, 18 Uhr

Kuratorin: Kathrin Becker

Halil Altındere entwickelte für den Neuen Berliner Kunstverein das Space Refugee-Projekt, das angesichts europäischer Überfremdungsängste mit ironischer Distanz den Weltraum als Zufluchtsort für Geflüchtete vorschlägt. Einer der zentralen Bestandteile der Ausstellung ist ein Film über den ehemaligen syrischen Kosmonauten Muhammed Ahmed Faris, der 1987 mit dem sowjetischen Raumschiff Sojus TM-3 für einen siebentägigen Aufenthalt zur Raumstation Mir flog. Heute lebt der ehemalige Held der Sowjetunion und Anhänger der demokratischen Oppositionsbewegung gegen Assad als Geflüchteter in Istanbul.

Die Ausstellung Space Refugee nimmt ästhetische Anleihen bei der Kunst des Sozialistischen Realismus und Bezug zu den heroischen Darstellungen der sowjetischen Kosmonauten. So findet sich eine Art Hagiografie über Muhammed Ahmed Faris in Form von Malereiporträts, einer lebensnah gearbeiteten Silikonbüste und einem Dokumentarvideo. Die Vision eines Lebens der Geflüchteten im All wird durch speziell entworfene Raumfahrtanzüge einer fiktiven „Palmyra“-Raumfahrtmission, ein Rover-Raumfahrzeug und ein Virtual Reality-Video konkretisiert.

Nähere Informationen finden Sie auf der Website des n.b.k.

Ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins in Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von Die Ästhetik des Widerstands – Peter Weiss 100, ein Festival des HAU Hebbel am Ufer.