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Der Hamburger Aufstand Oktober 1923 von Klaus Wildenhahn, Gisela Tuchtenhagen, Reiner Etz
Hägringen von Peter Weiss
Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? von Gerhard Friedl
Der Fall Joseph von Petra Bauer
Semra Ertan von Cana Bilir-Meier
Symbolic Threats von Mischa Leinkauf, Lutz Henke, Matthias Wernke
La impresión de una guerra von Camilo Restrepo
Memorias del subdesarrollo von Tomás Gutiérrez Aleas
Ici rien von Daphne Hérétakis
The Anatomy of Violence von Peter Davis
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Filmreihe

Im Rahmen des Festivals Die Ästhetik des Widerstands – Peter Weiss 100

Peter Weiss’ filmisches Werk markiert den Übergang von einer surrealistisch geprägten Innensicht zur Auseinandersetzung mit der sozialen Wirklichkeit. Die dokumentarische Praxis bleibt bei Weiss jedoch von individuellen Standpunkten und Widersprüchen durchzogen. Vor diesem Hintergrund widmet sich die internationale Filmauswahl dem Verhältnis von ästhetischer und politischer Subjektivität in Bezug auf Widerstand und gesellschaftliche Veränderung.

Kuratiert von Florian Wüst.

In Kooperation mit Arsenal – Institut für Film- und Videokunst e.V..

26.09., 20:00 / Arsenal 1
Der Hamburger Aufstand Oktober 1923, Klaus Wildenhahn, Gisela Tuchtenhagen, Reiner Etz, BRD 1971, 115 Min. Deutsch
Den Männern und Frauen des letzten Versuchs einer bewaffneten sozialistischen Revolution in Deutschland zuzuhören, ist Thema des Films. Die dreiteilige, 1971 an der dffb hergestellte "Wochenschau" veranschaulicht den Klassenkampf als alltägliche Erfahrung.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Maurice Taszman / Moderation: Florian Wüst

27.09., 20:00 / Arsenal 1
Hägringen (Der Vogelfreie), Peter Weiss, SE 1959, 80 Min. Schwedisch mit engl. UT
Der experimentelle Spielfilm verbindet die beiden Schlüsselelemente in Peter Weiss‘ Kinoarbeit: den subjektiv-surrealen und den dokumentarischen Ansatz. Der Film zeigt am Beispiel Stockholms die Begegnung eines jungen Mannes mit der Großstadt.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Gunilla Palmstierna-Weiss / Moderation: Florian Wüst

2.10., 20:30 / HAU1
Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?, Gerhard Friedl, DE/AT 2004, 73 Min. Deutsch
An Exchange For Fire, Anja Kirschner, David Panos, UK 2013, 13 Min. Englisch, dt. UT
Von den Karrieren, Eigenarten und Verbrechen der deutschen Unternehmerelite des 20. Jahrhunderts zur Griechenland-Krise – in ihrer kunstvoll nüchternen Art wird in den beiden Filmen ein eindringliches Bild des Finanzkapitalismus und der Ungleichverteilung von Wohlstand und Teilhabe gezeichnet.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Anja Kirschner / Moderation: Florian Wüst

03.10., 19:30 / Arsenal 2
Kurzfilmprogramm: "Beyond Evidence"
Trembling Time, Yael Bartana, NL 2001, 6 Min.
Der Fall Joseph, Petra Bauer, SE 2003, 47 Min. Schwedisch/Deutsch mit engl. UT
Semra Ertan, Cana Bilir-Meier, DE/AT 2013, 7 Min. Deutsch mit engl. UT
Symbolic Threats, Mischa Leinkauf, Lutz Henke, Matthias Wermke, DE 2015, 15 Min. Englisch
Mit Mitteln der Recherche, der künstlerischen Verfremdung und der Intervention im öffentlichen Raum wird in den Kurzfilmen des Programms das Verhältnis von staatlichen Ritualen, Massenmedien, Populismus sowie von struktureller Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalität in Deutschland untersucht.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Lutz Henke / Moderation: Florian Wüst

4.10., 19:30 / Arsenal 2
Kurzfilmprogramm: "Spur der Gewalt"
La Estancia, Federico Adorno, PY 2014, 14 Min.
Enligt lag, Hans Nordenström, Peter Weiss, SE 1957, 18 Min. Schwedisch mit dt. UT
La impresión de una guerra, Camilo Restrepo, CO/FR 2015, 26 Min. Spanisch mit engl. UT
Posten Nr. 6, Steffi Wurster, DE 2016, 25 Min. Russisch mit dt. UT
"Enligt lag" (Im Namen des Gesetzes) dokumentiert das Jugendgefängnis von Uppsala. Des weiteren wird ein Blick auf aktuelle Spuren von Repression und Krieg in Paraguay, Kolumbien und Moldau geworfen.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Steffi Wurster / Moderation: Florian Wüst

07.10., 19:00 / HAU1
Duvarlar-Mauern-Walls, Can Candan, US 2000, 84 Min. Türkisch/Englisch/Deutsch mit dt. UT
1991 fliegt der Filmemacher Can Candan von den USA nach Berlin, um der Frage nachzugehen, wie sich die Folgen des Mauerfalls auf die in der Stadt lebenden türkischen Immigranten auswirken.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Jana König, Elisabeth Steffen und Inga Turczyn / Moderation: Florian Wüst

11.10., 19:00 / Arsenal 2
Memorias del subdesarrollo (Erinnerungen an die Unterentwicklung), Tomás Gutiérrez Alea, CU 1968, 95 Min. Spanisch mit engl. UT
In dem Film wird die Geschichte eines wohlhabenden Amateurschriftstellers im revolutionären Havanna von 1961 erzählt. Dieser beobachtet die Veränderungen, versucht sich an die alte Zeit zu erinnern und die neue zu verstehen. Eine tiefgründige Reflexion über die kubanische Revolution.

11.10., 21:00 / Arsenal 2
Kurzfilmprogramm: "Images of Change"
Secrets from the Street: No Disclosure, Martha Rosler, US 1980, 11 Min. Englisch
Somos +, Pedro Chaskel, Pablo Salas, CL 1985, 15 Min. Spanisch mit engl. UT
The Role of a Lifetime, Deimantas Narkevičius, LT 2003, 17 Min. Englisch
Ici rien, Daphne Hérétakis, FR/GR 2011, 30 Min. Griechisch mit engl. UT
San Francisco, Santiago, Athen – die Straßen der Stadt waren und sind Orte und Zeichen des Kampfes um soziale, ökonomische und politische Veränderung. Welche Bilder entstehen dabei und wer wird wie von wem repräsentiert?
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Daphne Hérétakis / Moderation: Florian Wüst

17.10., 19:00 / Arsenal 1
The Anatomy of Violence, Peter Davis, UK/CA 1967, 30 Min. Englisch
Afsan's Long Day (The Young Man Was, Part 2), Naeem Mohaiemen, BD 2014, 40 Min. Englisch
In den beiden Filmen wird die Frage nach Gewalt und Widerstand in der Geschichte der radikalen Linken verhandelt: Peter Davis dokumentiert den Dialectics of Liberation-Kongress, der im Juli 1967 in London stattfand, während Naeem Mohaiemen die politischen Tumulte im Bangladesch der 1970er Jahre in Kontrast zum Deutschen Herbst stellt.

17.10., 21:00 / Arsenal 1
The Ugly One, Eric Baudelaire, FR 2013, 101 Min.  Arabisch/Französisch/Englisch mit engl. UT
"The Ugly One" basiert auf einem Drehbuch des japanischen Filmemachers Masao Adachi, der über zwei Jahrzehnte in Beirut im Untergrund lebte. Anhand der Geschichte von Lili (Juliette Navis) und Michel (Rabih Mroué) setzt sich Baudelaire mit Terrorismus, Reue und der unlösbaren politischen Situation im Nahen Osten auseinander.

18.10., 20:00 / Arsenal 1
Factory Complex, IM Heung-soon, KR 2014, 95 Min. Koreanisch mit engl. UT
In "Factory Complex" wird die Ausbeutung ungelernter Arbeiterinnen in der Textil- und Elektronikbranche Südkoreas seit den 1970er Jahren gezeigt. Zwischen Dokumentation und Kunst changierend, gewann der Film den Silbernen Löwen der Kunstbiennale Venedig 2015.
Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Sun-ju Choi / Moderation: Florian Wüst

Vergangene Termine
September 2016, Oktober 2016
Ein Projekt des HAU Hebbel am Ufer in Kooperation mit Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von „Die Ästhetik des Widerstands – Peter Weiss 100“, ein Festival des HAU Hebbel am Ufer.