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Foto: Aenne Quiñones
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Lectures

Im Rahmen von "Good Guys Only Win in Movies"

Raluca Voinea: 25 Years as 25 Minutes

5.11., 19:00 / Festival eröffnung / HAU2 Foyer

"Nach 1989 erreichte das von der Politik für die Medien inszenierte Spektakel ganz neue Dimensionen was seine Belanglosigkeit und die ihm innewohnende Verachtung für den gesunden Menschenverstand betrifft. Die normalen Bürger können sich nur noch dadurch trösten, das sie das Angebot weltweit vergleichen – aber auch das hilft wenig, da ihre Kraft hinter immer mehr Schleiern verschwinden: denen der TV-Kameras, der Lügen, des Tränengases und der billigen Rhetorik. Versuchen wir, diese Schleier zu zerreißen, sie zu ignorieren oder aber unser Leben jenseits von ihnen zu gestalten! Hilfe suchen wir dabei immer wieder bei den Künstlern.
Anhand von 25 Beispielen werde ich einige dieser künstlerischen Vorschläge der letzten 25 Jahre in Rumänien vorführen."

Manuel Pelmuş: Good Guys Always Win

9.11. , ab 19:00 / HAU2 Foyer
Lectures und Gespräch
Moderation: Farid Fairuz

In seinem Vortrag wird Manuel Pelmus Positionen und Strategien vorstellen, auf die er bei seiner Arbeit und ihrer Verbreitung zurückgreift – in Hinsicht auf den sogenannten Kunstmarkt wie auch aus der Perspektive lokaler Kontexte.

Bogdan Georgescu: Working with „THE OTHERS“

im Anschluss

"In acht Jahren mit Active-Art-Projekten, von gemeinschaftsbezogenen Projekten und dokumentarischen Theaterstücken bis zu kulturellen, pädagogischen und gesellschaftlich aktiven Initiativen, ist die Zahl der offenen Fragen zur partizipatorischen und sozial engagierten Kunst immer größer geworden. In meiner Arbeit mit Gemeinschaften, die etwa durch ihre ethnische Zugehörigkeit, ihren sozialen und finanziellen Status oder ihre sexuelle Identität und Orientierung marginalisiert sind, ging es mir darum, ihnen eine Stimme zu geben und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Doch ab wann wird man den Leuten lästig? Wie viel künstlerischer Input ist erforderlich? Wie kann man der Perspektive und der Identität der Gemeinschaft und gleichzeitig den eigenen künstlerischen Maßstäben gerecht werden? Wie kann man verhindern, dass man sich in eine Art Pseudo-Sozialarbeiter verwandelt, und dennoch etwas erreichen? Ist das überhaupt möglich? Lässt sich die eigene Wirkung planen, beschreiben und messen?
Anhand zweier neuerer Projekte, Rahova Uranus Project (2006-2011) und Roy-G-BIV – das eine von Künstlern, das andere von einer Gemeinschaft initiiert – werde ich analysieren, ob partizipatorische Projekte eine effektive Plattform für den sozialen Wandel sind."

Nicoleta Esinencu: Bitte Abstand halten!

im Anschluss

„Ich bin nicht der Meinung, dass ich provoziere. Die Realität in der ich lebe, provoziert mich.“
In einem neuen, bisher unveröffentlichten Text lädt die Autorin und Regisseurin am Teatru Spalatorie in Chisinau ein zur „Europatour 2014“. Sie beschreibt ihren Blick auf die jüngsten Entwicklung in Europa aus der Perspektive Moldaus, einem Land zwischen der Ukraine und Rumänien, das in einer wechselvollen Geschichte nach wie vor eine politische Identität sucht.


Englisch und Deutsch