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Foto: Marcell RÉV
Látszatélet / Imitation of Life von Kornél Mundruczó / Proton Theatre
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Látszatélet / Imitation of Life von Kornél Mundruczó / Proton Theatre
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Látszatélet / Imitation of Life von Kornél Mundruczó / Proton Theatre
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Látszatélet / Imitation of Life von Kornél Mundruczó / Proton Theatre
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Logo des Hebbel am Ufer

Kornél Mundruczó / Proton Theatre

Látszatélet / Imitation of Life

Ein Roma-Junge sieht nicht aus wie seine Familie. Er wird mit einer anderen Hautfarbe als seine Geschwister geboren. Die Verleugnung seiner Herkunft überschattet seine gesamte Kindheit. In der Anonymität der Stadt beginnt er ein neues Leben und versucht, sein Glück zu finden. Ab hier könnte die Geschichte des ungarischen Regisseurs Kornél Mundruczó in ein Paradebeispiel sozialer Etablierung münden. “Látszatélet” jedoch beschreibt, wie das neue Leben allmählich von Selbsthass erstickt wird. Der Protagonist fasst einen tragischen Entschluss. Mundruczó entwickelt diese neue Inszenierung mit seiner Gruppe Proton Theatre vor dem Hintergrund eines aktenkundigen Falls der Budapester Polizei: Im Mai 2005 wurde ein junger Rom in einem Bus mit einem Schwert attackiert. Der Aufruhr in den Medien war groß. Die Bevölkerung demonstrierte gegen Rassismus. Wie sich herausstellte, war der Täter Mitglied einer rechtsextremen Gruppierung und wie sein Opfer: ein Rom. Die Produktionen des Regisseurs wagen einen schonungslosen Blick auf die Realität Ungarns und sind zugleich der kraftvolle Widerspruch eines Künstlers, der sich nicht mit dieser abfinden will. Nach “Schande” (2012) und “Dementia, or the Day of My Great Happiness” (2014) kehrt Mundruczó nun zurück ins HAU. “Es ist ein grandioser Abend, an dem sich die von Gewalt und Lautstärke geprägte Handschrift Mundruczós erstmals subtiler zeigt. Ohne aber an Kraft zu verlieren.” (Margarete Affenzeller, der Standard, 22.5.2016)
Vergangene Termine
Oktober 2016
Ungarisch mit deutschen und englischen Übertiteln
ca. 95 Minuten
Mit
Lili Monori, Roland Rába, Annamária Láng, Zsombor Jéger,Dáriusz Kozma
Regie
Kornél Mundruczó
Bühne
Márton Ágh
Kostüme
Márton Ágh, Melinda Domán
Licht Design
András Éltető
Text
Kata Wéber
Dramaturgie
Soma Boronkay
Musik
Asher Goldschmidt
Produktion
Dóra Büki
Produktion Management
Zsófia Csató
Produktion Assistenz
Ágota Kiss
Technische Leitung
András Éltető
Lichttechnik
Zoltán Rigó
Soundtechnik
Zsigmond Farkas Szilágyi
Bühnenmeister
Benedikt Schröter
Requisiten
Tamás Fekete
Dresser
Melinda Domán
Produktion: Proton Theatre (Budapest). Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Wiener Festwochen, Theater Oberhausen, La rose des vents – Scène nationale Lille Métropole Villeneuve d’Ascq (Maillon), Théâtre de Strasbourg / Scène européenne, Trafó Kortárs Művészetek Háza (Budapest), HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste (Dresden), Wiesbaden Biennale.