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Foto: Matija Lukić Partita 1 von Laurent Chétouane
Partita 1 von Laurent Chétouane
Foto: Matija Lukić Partita 1 von Laurent Chétouane
Foto: Matija Lukić
Partita 1 von Laurent Chétouane
Foto: Matija Lukić
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Laurent Chétouane

Out of Joint / Partita 1

Der Mensch hat sich laut Freud für den aufrechten Gang “entschieden“. Die Geburt der Kultur sei dieser vertikalen Position zu verdanken. Was passiert aber, wenn der Mensch diese Referenz – die Achse des Denkens überhaupt – aufgibt? Was bedeutet es dann zu liegen, zu stehen, zu gehen, zu tanzen, ohne auf den aus dieser Vertikale hervorgehenden (Über-) Blick zurückzugreifen?

Mit dieser Frage untersucht Laurent Chétouane in seiner neuen Arbeit die Möglichkeit eines anderen Verhältnisses zum Körper, zum Anderen, zum Raum und zur Umwelt: eine neue Orientierung für ausgesetzte und fragile Körper, die in ihrer Verletzlichkeit und in Anlehnung an Judith Butlers Konzept der "Vulnerability" den Kern des Menschlichen jenseits stabiler Identitäten erleben.
Drei Tänzer*innen werden im ersten Teil eine “choreografierte Praxis“ dieses horizontalen Körpers mit dem Publikum teilen. Stehend befinden sich die Zuschauer*innen inmitten des Geschehens und erfahren die Hauptkoordinaten dieses Tanzes: den Boden, das Hören, das Fallen. Im zweiten Teil erproben die von Bachs “Partita Nr. 1" (h-Moll für Violine solo) inspirierten und begleiteten Körper Konstellationen des Zusammenseins – unter sich und gemeinsam mit dem Violinisten. Zwischen Publikum und den Akteur*innen beginnt die utopische Möglichkeit einer “Gemeinschaft der Verletzlichen“.  
Aktuelle Termine
Fr 24.11.2017, 20:30 / HAU1
Sa 25.11.2017, 20:00 / HAU1
So 26.11.2017, 17:00 / HAU1
Choreografie
Laurent Chétouane
Musik
Artiom Shishkov (Violine)
Tanz
Florence Casanave, Moo Kim, Mikael Marklund
Kostüme
Sophie Reble
Licht
Philippe Gladieux
Assistenz Choreografie
Gloria Höckner
Hospitanz
Julius Graupner
Produktion
Christine Kammer, Hendrik Unger
Premiere am 24.11.2017
Produktion: Partita GbR. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer,Kampnagel (Hamburg). Gefördert durch: Senatsverwaltung für Kultur und Europa und das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit freundlicher Unterstützung von Dock11/Eden*****Berlin.