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Foto: Dorothea Tuch
minor matter von Ligia Lewis
Foto: Dorothea Tuch
Foto: Martha Glenn
minor matter von Ligia Lewis
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minor matter von Ligia Lewis
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Ligia Lewis

minor matter

Ligia Lewis setzt mit „minor matter“ ihre Beschäftigung mit den gesellschaftlichen Einschreibungen in den Körper fort und befasst sich mit der Rolle der Blackness in der Black Box des Theaters. Für die abendfüllende Arbeit greift sie auf bekannte historische und ikonische Tanzerscheinungen zurück. Am Ende steht die Entblößung sowohl des Theaters als auch der Darsteller. Ein Leitmotiv der Inszenierung ist der Tod. Einer Allegorie gleich verbindet das Stück verschiedene Bedeutungsebenen und bleibt dennoch seinem zentralen Thema treu: „In einer Welt im Zusammenbruch bleibt uns nur, dass wir einander haben.“

Ausgehend von der Logik der Wechselwirkung, interagieren die Grundelemente des Theaters – Licht, Klang und Bild – mit den Tänzer*innen und erschaffen einen pulsierenden sozialen und poetischen Raum, und innerhalb dieses „geschwärzten“ Universums entfaltet sich die Choreografie.

Lewis spielt in ihrem Stück mit kulturellen Signifikanten des Todes, etwa wenn die Tänzer*innen mit geschwärzten Augen und blutverschmierten Hosen auftreten oder sie auf choreografischer Ebene den Death Drop des Voguing und Headbanging und 2 Step aus dem Death Metal zitiert. Lewis bedient sich für „minor matter“ gleichermaßen bei Bewegungsmustern der Tanzgeschichte und der Populärkultur und überführt zum Beispiel Maurice Bejarts Bolero-Ballett in eine afroamerikanische Steppnummer. Aber auch andere scheinbar abwegige Kombinationen tauchen auf, so wenn Barockmusik auf Wrestling oder Kanye West auf Bartleby trifft.

Lewis bringt in „minor matter“ die Bedeutung der Zeit selbst zum Tanzen, durch einen Soundtrack, der quer durch verschiedene musikalischen Epochen und Genres reicht. Während „Sorrow Swag“ noch in Blau gehalten war, verwendet sie nun in „minor matter“ Rot, um Gefühle zwischen Liebe und Wut zum Ausdruck zu bringen.  
Trailer “minor matter"
Englisch (Sprache kein Problem)
Dauer: 1:00
Konzept & Choreografie / Mit
Ligia Lewis
Mit
Jonathan Gonzalez, Tiran Willemse
Musikalische Dramaturgie
Michal Libera
Sounddesign
Jassem Hindi
Styling
Alona Rodeh
Licht
Andreas Harder
Dramaturgie
Ariel Efraim Ashbel
Assistenz
Martha Glenn
Presse & Produktion
björn & björn
Wiederaufnahmen: April 2017
Produktion: Ligia Lewis. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und Fonds Darstellende Künste e.V.