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Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014 von Hans-Werner Kroesinger / Regine Dura
Foto: David Baltzer
Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014 von Hans-Werner Kroesinger / Regine Dura
Foto: David Baltzer
Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014 von Hans-Werner Kroesinger / Regine Dura
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Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014 von Hans-Werner Kroesinger / Regine Dura
Foto: David Baltzer
Open Spaces Ausstellung von Regine Dura
Foto: Regine Dura
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Logo des Hebbel am Ufer

Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura

Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014

& Ausstellung: Open Spaces von Regine Dura

Wer in Deutschland an den Ersten Weltkrieg denkt, bezieht sich meist auf die Schlachtfelder an der Westfront. Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014 unternimmt einen Perspektivwechsel und untersucht die jeweiligen nationalen Geschichtsschreibungen in Jugoslawien, später Serbien, Bosnien und Herzegowina, sowie in der Türkei, Deutschland, Österreich. Was wird wo wie erinnert? Welche Feindbilder, welche Identifikationsfiguren werden konstruiert? Welche Rolle haben sie in den jüngst zurückliegenden Kriegen im ehemaligen Jugoslawien gespielt? Der Regisseur Hans-Werner Kroesinger und die Filmemacherin Regine Dura haben im Auftrag des Goethe-Instituts in Belgrad, Istanbul und Sarajevo recherchiert.

Die Uraufführung im HAU Hebbel am Ufer konfrontieren die in Sarajevo, Belgrad und Istanbul gewonnenen Recherchematerialien – historische Zeitungsartikel, Militärberichte, Reiseführer, persönliche Erinnerungen – miteinander. Die Performer aus den vorigen Stationen treten als konkurrierende Handlungsreisende in Sachen historische Sinngebung auf: Wird das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand als terroristischer Akt oder als revolutionäre Tat gedeutet und der Attentäter Gavrilo Princip als Extremist oder als Held? Was war wirklich das Ziel der Allianz des Deutschen und des Osmanischen Reiches? Regisseure und Performer entwickeln aus ihren Erfahrungen bei den Werkstatt-Aufführungen weitere Fragen: Wie verändert der Kontext die Bedeutung eines Dokuments? Was sagen die jeweiligen Geschichtsversionen über die
Gegenwart aus? Welcher Zweck scheint hinter dem jeweiligen Narrativ auf?

Ausstellung: “Open Spaces“ von Regine Dura

geöffnet 90min vor den Vorstellungen
“Open Spaces” macht die Rechercheprozesse für “Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014” in Istanbul, Belgrad und Sarajevo zugänglich und präsentiert sie zusammen mit Arbeiten aus dem Istanbuler Workshop “Narrating War”. Die Ausstellung versteht sich als lebendiges Archiv, das eine Auseinandersetzung mit Geschichte in Form eines Arbeitsraums anbietet.
Am Montag 23.6. ist die Ausstellung "Open Spaces" noch einmal von 15:00 bis 18:00 Uhr in Anwesenheit von Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger geöffnet.
Im Anschluss an die Vorstellung vom 13. Juni sprechen Hans-Werner Kroesinger und die Leiter der Produktionsorte in Belgrad und Sarajevo über die Genese des Stücks: die Theaterwissenschaftlerin Borka Pavićević, Leiterin des Zentrums für Kulturelle Dekontamination in Belgrad, und der Dokumentarfilmer und Leiter des Sarajevoer Kriegstheaters (SARTR) Nihad Kreševljaković. Es moderiert der Kulturwissenschaftler und Publizist Boris Buden.
Im HAU
Juni 2014
Deutsch, Englisch, Bosnisch und Serbisch
100 min
Mit
Benjamin Bajramović, Damjan Kecojević, Lajos Talamonti, Armin Wieser
Regie
Hans-Werner Kroesinger
Dramaturgie/Open Spaces
Regine Dura
Raum/Kostüm
Valerie von Stillfried
Ausstellungs-design/Bühne
Dominik von Stillfried
Sound
Daniel Dorsch
Licht
Thomas Schmidt
Assistenz Regie
Gregor Schuster
Assistenz Ausstattung
Doreen Back
Produktions-leitung
Maria Kusche
Premiere am 11.6.2014
Ein Projekt von Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura. Koproduktion: Goethe-Institut, HAU Hebbel am Ufer, Zentrum für Kulturelle Dekontamination (Belgrad) und Kriegstheater SARTR (Sarajevo). Förderung Recherchephase aus Exzellenzmitteln des Goethe-Instituts. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Gastspielförderung (BITEF/ MESS) durch das Auswärtige Amt.